Söldnerklingen

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 [Bergkessel] Der Krug

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Amarokk Haggadirsson
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BeitragThema: [Bergkessel] Der Krug   Sa Jan 28, 2012 10:40 am

Mitten in den Gipfelketten der Silberberge bildet ein längst erloschener Vulkankogel einen natürlichen Kessel mit einer breiten Ebene. Grün und saftig, geschützt vom kalten Wind, hat sich hier bereits eine große Pflanzenvielfalt gebildet, und dichtes Buschwerk bedeckt die anmutig geschwungenen Hänge.
Tauender Schnee fließt immer wieder vom Rande des Kessels, bildete tiefe Rinnen und Pfützen am Boden, dass es hier und dort sogar nach einer kleinen Moorlandschaft aussieht. Stehendes Gewässer ist natürlich nicht zum Stillen des Durstes geeignet; doch aus den Rinnen lässt sich immer wieder trinkbares Wasser auffangen.

Zur Tierwelt:
Die Wände sind hier und dort mit kleinen Höhlen durchzogen; eine große Anzahl von Wolpertingern verbringt hier die frostigen Nächte. Die Körper der hier ansässigen Wolpis sind meist die von Hamstern und Murmeltieren; ihre Köpfe und Kauwerkzeuge sind die von Pflanzenfressern und Nagetieren, etwa Hasen, Kaninchen oder Eichhörnchen. Einige seltene Entenschnäbel sind ebenfalls vertreten; diese Wolpis gründeln gern am Tümpel.
Hier und dort gibt es auch fleischfressende Wolpis.
Alle hier ansässigen Wolpis haben Flügel; zumeist sind es kohlrabenschwarze Schwingen, hier und dort aber auch bunte Federn eines Enterichs.
Sie sind lebhaft und neugierig wie alle Wolpis. Je nach Ernährungsart schmecken sie anders.

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>>... Und nichts sahen wir mehr von ihm als seine Klinge, die in die Schilde fuhr. Noch weit auf See hörten wir ihn schreien, und solang er noch schrie, war er auch nicht gestorben, und vielleicht kämpft und tobt und wütet er noch heute an steiniger Küste.<<

Tornik Jonsson schrieb >>Der Berserker<<


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Amarokk Haggadirsson
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BeitragThema: Re: [Bergkessel] Der Krug   Do Feb 02, 2012 3:19 pm

cf: Der Bernsteinpfad

Wyrdars kleine Beschwichtigungsrede hattezwar nicht den Effekt, Amarokks gute Laune schlagartig zurück zu holen, doch nach einer kleinen Weile unterwegs traute sich seine Menschenfreundlichkeit doch wieder ans Licht - auch wenn Eclipse van Dark sich weitgehend davon verschont fühlen durfte. Stattdessen war es nun Kamaroth Eisenhammer, der einige Anekdoten des Grauländers hören durfte.
Siehst du den Haken da, am Steilhang? Im Reiten zeigte Amarokk auf die gegenüber liegende Felswand. Das war Zegges Kletterhaken. Und siehst du das, was da drunter aus der Wand ragt? Das war Zegges Steigkralle. und siehst du das dort unten? Amarokk lehnte sich beim Zeigen ein Stück aus dem Sattel, um nach tief, tief unten zu deuten. Das da. Das ist Zegge. Armer Zegge. Man bindet seine Steigkrallen eben stets doppelt fest. Doppelknoten! Lerne diese Lektion, sonst geht es steil bergab. Schreiend. Ein tiefes, melancholisches Seufzen. Zegge hatte eine wunderbare Gesangsstimme. Sein letzter Schrei ergab ein Echo, das zu Tränen rührte.

Als die kleine Jagdgesellschaft den Rand des Kruges erreichte, kam ihnen vom Grunde des Kessels bereits der Geruch von Feuer und Eintopf entgegen.
Unten am Grunde des Kogels hatten sich zwei Männer ein trockenes Fleckchen gesucht, eine Feuerstelle errichtet und sich bereits im Jagdglück versucht. Ein großer Topf aus Gusseisen war die Quelle des Geruchs. Darin kochte so ziemlich alles, was die beiden Männer Essbares hatten finden können: Kräuter und Wurzeln, wildes Gemüse und auch Marschrationen wie Pökelfisch und das frische Fleisch von drei Wolpertingern. Die beiden Männer waren geübt darin, sich in der Wildnis zu ernähren. So hatten sie die entenschnäbeligen Wolpis in Ruhe gelassen und stattdessen die grasfressenden, koboldartigen Wesen gejagt. Letztere schmeckten weniger nach fauligem Wasser und Tümpelgrütze.
Als die vier Drachenjäger in ihr Sichtfeld kamen, griffen sie zunächst zu den Waffen, legten diese jedoch beiseite, als sie Amarokk erkannten.
So kam die Gruppe in den verblassenden Farben der Dämmerung noch zu ihrem Nachtlager.

So sprach Amarokk gelassen, zwischen den beiden offenbar bekannten Gestalten sitzend. Der Eintopf brauchte noch eine Weile. Es scheint, als zögen wir im Falle dieses zweiköpfigen Untiers an einem Strang. Da wäre es doch nur günstig, uns auch einander vorzustellen. Mit Erlaubnis, ich mache den Anfang! Krachend schlug der Krieger seinem linken Nachbarn auf die Schulter. Hier haben wir den guten Sigg Turlesson, ein wahrer Kämpfer der ersten Stunde, nicht wahr, Sigg? Es war einer seiner Speere, die den Drachen vorhin so wunderbar passend gekitzelt haben. Sigg war hager und hoch wie eine seiner Lanzen, hatte sehr fein geschnittene Gesichtszüge und fahlblondes Haar, das ihm als Pferdeschwanz über den Rücken lief. Sein Bart war absolut ordentlich gestutzt. Er blickte finster drein, hatte jedoch nichts hinzu zu fügen.
Zu meiner Rechten, Tornik Jonsson. Mein treuer Diener, seit ich denken kann! Der zweite Angesprochene wirkte gedrungener, sein Gesicht verschwand zum größten Teil unter einem wild wuchernden Bart. Der größte Unterschied zu seinem Kameraden lag allerdings darin, dass er lächelte - was man sogar durch seine Gesichtsbehaarung sehen konnte. Auch er sagte nichts weiter.
Und ich selbst, für jene, die es noch nicht wissen sprach Amarokk weiter und wandte sich an Kamaroth und Wyrdar, bin Amarokk Haggadirsson, umherziehender Söldner und Berufssoldat. Wie die beiden schweigsamen Gesellen hier bin auch ich vom grauländischen Winter nach Enwen getrieben worden, und so versuche ich nun hier, mein Glück zu machen.
Amarokk erwähnte dabei nicht, dass er mit den beiden Männern an seiner Seite nicht gerechnet hatte. Er hatte nur einige kurze Worte mit Tornik gewechselt und die Erklärung auf später verschoben. Was es auch war; es gehörte sicher nicht an das gemütliche Lagerfeuer.
Vorerst würde er der Vorstellung seiner Mitreisenden lauschen.

Amarokks Schecke und Kamaroths Hektor standen indes abseits, in einer gewissen Entfernung zu Wyrdars Fenris-Wolf, der sie noch immer etwas nervös machte. Doch in diesem Teil der Welt waren Wechselhäuter eben keine Seltenheit, und so hatte sich so gut wie jedes Pferd schon an den strengen Raubtiergeruch gewöhnen müssen. Allerdings war der Fenris natürlich noch immer etwas anderes.
Ob Eclipses Baphometh auch einen Einzelplatz bekommen hatte?
Keines der Reittiere hatte eine ruhige Nacht vor sich. Vom Tode ihrer Artgenossen keinesfalls abgeschreckt, hüpften und rannten und flatterten Wolpertinger in der aufkommenden Dunkelheit herum, angezogen von den blinkenden Schnallen der Sättel. In ihrer Neugier schreckte sie nichtmals der Fenris wirklich ab. Noch ehe der Morgen graute, würden sie versucht haben, jede Satteltasche mindestens dreimal zu durchsuchen.

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>>... Und nichts sahen wir mehr von ihm als seine Klinge, die in die Schilde fuhr. Noch weit auf See hörten wir ihn schreien, und solang er noch schrie, war er auch nicht gestorben, und vielleicht kämpft und tobt und wütet er noch heute an steiniger Küste.<<

Tornik Jonsson schrieb >>Der Berserker<<


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Eclipse van Dark
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BeitragThema: Re: [Bergkessel] Der Krug   Mi Feb 08, 2012 4:35 pm

Kommt von: Der Bernsteinpfad

Da die Gruppe sich inzwischen in einem manierlicher Tempo fort bewegte, hatte Eclipse genug Zeit sein Gemüt von den Geschehnissen zu kühlen und so ritt er gelassen hinter Amarokk und dem anderen Krieger her. Der Barbar gab natürlich Erfahrungen und Geschichten zum besten, nur ein Glück das der Typ mit dem Hammer als Gesprächspartner her halten musste. Dennoch konnte es sich der Adlige nicht verkneifen, ebenso interessiert über den Rand des Pfades zu schauen, als Amarokk von Zegge erzählte. Die Landschaft die sie nun betraten war recht malerisch, ein ehemaliger Vulkankegel, wegen dem sich eine ganz eigene Vegetation gebildet hatte. Eclipse lenkte den Hengst sorgsam durch seichte Teiche und steinige Wiesen, ehe ihm der Geruch von essen in die Nase stieg und somit sein Misstrauen weckte. Als die Gruppe näher kam, griffen die beiden sichtbaren Männer zu ihren Waffen. doch es geschah nichts, denn sobald diese Barbaren Amarokk erblickten, wurden sie friedlich wie kleine Kinder. Eclipse war das ganze nicht so geheuer wie er zugeben musste, dennoch stellte er Baphomet zu den beiden anderen Pferden und nahm vorsorglich die Satteltaschen an sich. Wer wusste schon was diese Wolpis anstellen würden? So bepackt setze sich der schwarzhaarige ans Feuer, legte sein Gepäck neben sich ab und lauschte dann brav den Vorstellungen. Als seinw eter Freund endete, nickte der Adlige Tornik und Sigg höflich zu, auch wenn sein Misstrauen noch immer da war. Mein Name ist Eclipse van Dark. Ich bin beeindruckt der Speer war vortrefflich platziert. Lobte er Sigg und genoss dann den warmen Schein des Feuers. Was es mit den beiden Gesellen auf sich hatte, würde sich später zeigen, doch jetzt war es erstmal Zeit für ein abendliches Mahl und einer gemütlichen Runde am Feuer.

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Wyrdar Nephredil

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BeitragThema: Re: [Bergkessel] Der Krug   Fr Feb 10, 2012 2:12 am

Kommt von: Der Bernsteinpfad

Auf dem Weg zum Nachtquartier der Gruppe erzählte einer der Beiden lautstarken Kämpfer einige Anekdoten aus der Vergangenheit wie es schien. Irgendetwas von jemandem der wohl beim Klettern umgekommen ist oder sowas, Wyrdar konnte sich irgendwie nicht wirklich darauf konzentrieren ihm zuzuhören, aber sonderlich wichtig schien es sowieso nicht zu sein. Als sie ankamen wurden erstmal die Reittiere abgestellt, die Wölfin dabei natürlich in sicherem Abstand zu den Rössern und in der nähe einer Wand. Wyrdar nahm ihr die beiden Seitentaschen ab, öffnete sie und legte sie vor die Fenriswölfin. So konnte sich die gute etwas hinlegen und ausruhen und die beiden Kleinen konnten sich notfalls wärmen.

Anschließend näherte er sich den anderen etwas, unterließ es aber vorerst sich zu ihnen zu setzen. Stattdessen lauschte er erst einmal der Vorstellung Amarokks und seiner scheinbar Bekannten. Danach gab der Gelehrte seinen Namen auchnoch Preis, worauf Wyrdar auch ein kurzes Nicken und Wyrdar Nephredil der Name. Sehr erfreut. von sich. Dann ist nun wohl endlich Zeit mal ein wenig zu rasten. Und da der Großteil unserer Gruppierung hier recht ruhig zu sein scheint, was ich durchaus Begrüße, werde ich mich wohl erst einmal ein wenig um meine Gefährtin kümmern wenn es nichts ausmacht, hören kann ich euch ja trotzdem noch. Anschließend ging er wieder in Richtung seiner Wölfin, setzte sich zu ihr, kraulte ihr ein wenig das Fell und sprach leise ein paar Worte zu ihr.

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Amarokk Haggadirsson
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BeitragThema: Re: [Bergkessel] Der Krug   Sa Feb 11, 2012 10:01 am

Am Ende der Vorstellung stand Kamaroth, der ebenfalls seinen Namen nannte.
Wyrdar hatte nicht vor, die gesellschaftliche Wärme am Feuer zu genießen. Ihm behagte wohl mehr der Pelz seiner Fenris-Wölfin, um die er sich offenbar sehr gut kümmerte. Das musste man aber wohl auch; wäre noch eine weitere Wechselhaut anwesend gewesen, hätte diese zwar auch die innige freundschaftliche Beziehung von Wyrdar und dem Wolf bemerkt, doch selbst wenn ein Wechselhäuter nur eine eher geschäftsmäßige Beziehung zu seinen Tieren pflegte; bei einem Fenris sollte man sich Mühe geben. Ein solches Biest war Gold wert, viel Gold, und die Wölfin war wirklich ein Winterfürst, wie es Tornik Jonsson ausgedrückt hatte. Als Grauländer kannten sie Fenris-Wölfe, und eine Wechselhaut mit einem solchen Gefährten war eine allseits geachtete Persönlichkeit, deren Namen man mit Ehre betonte.
Umso überraschter waren sie natürlich, ihn in Enwen anzutreffen und einen für sie so unbekannten Namen anzuführen.
Eclipse van Dark lobte unterdessen Sigg für seinen vortrefflichen Wurf.
Der Speerträger mit dem fahlblonden Pferdeschwanz wandte den Kopf, die Augen hell und blau wie gefrorene Sterne. Kälte lag darin, ein Gletscher aus Blicken, ein Eismassiv, unbeweglich scheinend und dabei Berggestein zu Kies zermahlend.
Vortrefflich platziert sagte er rauh und melancholisch, ist nur ein Speer, der ins Leben geht. Er nickte Amarokk nur knapp zu, dann erhob er sich so langsam und bedächtig, dass jede einzelne Bewegung keinen Zweifel daran ließ, dass er es auch schneller konnte. Nur ein toter Feind ist Lobes wert. Um seinen Hals hing etwas wie eine durchbohrte Silbermünze, die Winter-Rune war darin verewigt. Sigg verließ den Feuerkreis und näherte sich Wyrdar.

Amarokk sprach mit Tornik, nachdem die beiden schmunzelnd dem bärbeißigen Krieger nachgesehen hatten. Wie lang schon hier?
Nicht lang entgegnete Tornik aufgeräumt, Eine Woche. Die Dorfbewohner. Heuern alles an, was Eisen trägt. Oder Holzprügel. Er machte eine umfassende Geste in Richtung des Kraterrandes. Das Gebirge, voll von Drachenjägern. Alle auf pinke-pinke aus.
Bei dem Wort "pinke-pinke" rieb er Daumen und Zeigefinger aneinander, sodass klar war, was gemeint war.
Und ihr zwei? Was Interessantes gefunden?
Aye. Drachenhort. Aber da besser nicht hin... er ist sauer, drauf wett ich, und sauer schläft er nicht tief. In einer engen Höhle? Mit einem Zweikopf-Monster? Ohne mich.
Aye stimmte Amarokk zu. Und stattdessen? Warten, bis er von selbst kommt?
Tornik lächelte durch seinen dichten Bart und blickte einmal in die Runde zu Kamaroth und Eclipse. Aye. Der kommt von selbst.
Und er würde recht haben.
Amarokk wandte sich nun an Eclipse, während Tornik sein Kerbholz hervor holte und mit einem Messer darauf ritzte und Kamaroth ansprach: Eisenhammer dein Name? Aye, ich kannte einen Mann mit ähnlichem Namen. Roran Hammerfaust. Ich dichtete ein Lied für ihn. Er bezahlte gut. Aber war ein Aufschneider, hast du Töne.
So sprach Amarokk, wie er es eben zu tun pflegte. Eclipse van Dark. Ihr hört es. Morgen der Drache, da ist die Gelegenheit. Was mich betrifft, und wenn ich mir die anderen ansehe, so vermute ich, die Plätze auf dem Spielbrett zu kennen. Er zeigte auf Wyrdar mit den Klingen und der Wölfin, wobei er die beiden herumtollendem Wölfchen ausließ - er war übrigens recht überrascht gewesen, als die Fellknäuel aus den Satteltaschen gepurzelt waren. Er zeigte auf seine eigenen Leute mit ihren Waffen und Schilden und Kamaroth, dessen Waffe schon im Beinamen lag. Sein Blick war... ruhig, distanziert und weniger von dem Lächeln durchdrungen, das er sonst zeigte. Wyrdars diplomatische Rede hatte den Zündfunken aus seinem Gemüt entfernt, doch natürlich hatte Amarokk ein Gedächtnis, und er neigte dazu, sich Dinge zu merken. Sagt ihr es mir, was trieb die Naturkundler an, euch auf den Drachen anzusetzen? Das Zeichnen? Oder werdet ihr, wenn das Biest aus seinem Loche kriecht, mich kämpfend überraschen?

Sigg trat indes zu Wyrdar. Mit dem Feuer im Rücken lag sein fein geschnittenes Gesicht im Schatten. Tornik hätte das Gespräch mit einem Lob auf den Fenris begonnen, Amarokk mit belangloser Plauderei über das Ereignis des letzten Tages, doch Sigg war eben Sigg. Sigefrid "Sigg Schneetroll" Turlesson verstand nichts von Höflichkeit, vielleicht zeigte er dieses Verstehen aber auch nur nicht. Er sprach schlicht aus, was ihn herbei trieb, und was dies war, waren der imponierende Fenris und die fremde Ausrüstung, außerdem der Nachname, der nicht typisch grauländisch den Vater kennzeichnete, aber auch kein großer Beiname zu sein schien. Ihr seid nicht von hier, Wyrdar Wolfsreiter sprach er also knapp, warf einen kurzen Blick auf die Jungwölfe und wandte sich dann wieder bitterlich ernst an den Wechselhäuter. Nicht von Enwen, oder? In Enwen gibt es solche Wölfe nicht. Doch auch nicht aus den Grauen Landen, oder? Wo, aber frag ich mich, gibt es solch prächtige Tiere noch? In seiner Stimme lag keine Drohung, und er hatte auch eindeutig nicht vor, zu drohen. Lediglich sein wenig herzliches Gemüt war es, das Sigg zu einem ebenso wenig liebenswerten Genossen machte.

Die Tiere der Gruppe indes würden wohl ihren lieben Spaß haben. Die Wolpis, zwei besonders gewitzte Wesen, waren besonders an den Jungwölfen interessiert, und weil es sich bei den beiden Mutigsten um Buddler mit Murmeltierköpfen handelte, pfiffen sie die beiden aus halbwegs sicherer Entfernung ordentlich aus.

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>>... Und nichts sahen wir mehr von ihm als seine Klinge, die in die Schilde fuhr. Noch weit auf See hörten wir ihn schreien, und solang er noch schrie, war er auch nicht gestorben, und vielleicht kämpft und tobt und wütet er noch heute an steiniger Küste.<<

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Eclipse van Dark
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BeitragThema: Re: [Bergkessel] Der Krug   Mo Feb 20, 2012 10:48 am

Wie hätte es auch anders sein können, der Adlige war Sigg mit seinem gut gemeinten Lob, scheinbar viel zu nahe getreten und so kam es das der schwarzhaarige nun mit den eisigen Blicken seines Gegenübers Leben musste. Interessiert blieb Eclipse Blick auf der Winterrune des Grauländers hängen, als deser sich erhob um zu den Wechselhäuter zu gehen. Dieser hatte sich mitlerweile auch vorgestellt und so wusse der Dämonologe endlich mit wem er es zu tn hatte. Wyrdar schien ein ebenso Ruhe liebender Geselle zu sein wie er selbst und da brachte dem Fenrisreiter ein paar Pluspunkte ein. Zudem war der Adlige recht neugierig und so ließ er es sich nemen, dens chwarzhaarigen im Umgang mit seinen Wölfen zu beowachten. Das die fenriswölfin ein mutiges, gar solzes Geschöpf war, hatte Eclipse bereist vermutet, doch war er erstaunt das Wyrdar noch zwei Jungwölfe dabei hatte. Ein kleines Lächeln huschte über die Lippen des Gelehrten, fand er die Kleinen doch zu putzig. Sagt Wyrdar sind diese beiden auch Fenris? Sie sehen sehr gesund aus. In der ruhigen Stimme des Dämologen schwng einiges an Anerkennung mit, schließlich bekam er solche Wesen auch nicht alle Tage zu sehen. So wie für ihn der umgang mit Dämonen ganz normal war, waren es bei dem schwarzhaarigen eben eisige Wöfe. Er griff hinab in seine Satteltasche um sich einen Schluck Tee aus dem Schlauch zu gönnen und nutze diesen Moment einfach aus, um Amarokk und seinem Gefährten zu zu hören. Scheinbar ging es um den Drachen, der ihnen heute entwischt war und um eine ganze Menge Leute die wohl Jagd auf diese Kreaturen machten. Ken Wunder also das der Adlige skeptisch die Augenbrauen zusammen schob, als Amarokk iihn so direjkt ansprach. Eclipse sah den distanzierten und rehct kühlen Blick des Grauländers und auch er selbst hielt einen gewissen Abstand um die Lage nicht noch zu verschärfen. während also der schwarzhaarige über eine antwort sann, schlug er die Beine übereiander um vo sich hin zu grübeln. Baphomet war das Grasen inzwischen zu langweilig geworden und so hatte er sich leise an die spielenden Wolfsjungen heran gepirscht. Naja soweit ein Schlachtross von der Göße, halt pirschen konnte. Der Hengst hielt im gebürtigen Abstand an, senkte den Kopf hinab gen Boden und fing gelassen an die kleinen Pelzkugeln zu beschüffeln. Das eine Junge bekam sogar einen sanften Stupser ab, ehe das Pferd diesem das Fell mit einem Schnauben zerzauste. Im nächsten Moment ließ er aber auch schon von ihnen ab und zog es vor, die pfeifenden Wolpis zu verjagen . Diese hatten wohl ihren Spaß, die Jungen zu ärgern und so sahen sie sich jetzt mit einem tobenden Pferd konfrontiert, dem es wahre Freude machte mit den wuchtigen Hufen nach ihnen zu treten. Eclipse musste unterdessen schmunzeln, hatte er mit solch einem Verhalten des Hengstes nichtgerechnet, dochschon bald holte ihn der Ernst der Situation wieder ein und er richtete seine violetten Pupillen wieder auf den Grauländer. Verehrter Amarokk, ich sagte Euch bereits das ich morgen kämpfen werde, doch halte ich mit meiner Strategie hinterm Berg. Ich kann nicht sagen ob im kommenden Kampf alles so laufen wird, wie ich es gern hätte, doch ich versichere euch meine Mitwirkung. Zudem haben mich die Naturkundler nicht angeheuert, ich wusste bis ihr auftauchtet, nicht einmal das ein Drache hier sein Unwesen treibt. Aber ihr habt Recht meine Wenigkeit erhofft sich von dieser Sache wesentlich mehr und es geht dabei sicher nicht um Zeichnungen. Mehr verriet der schwarzhaarige erst einmal nicht, schließlich mussten ja nicht alle gleich seine wahren Ambitionen allen Preis geben.

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Wyrdar Nephredil

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BeitragThema: Re: [Bergkessel] Der Krug   Mi Feb 22, 2012 10:14 pm

Es hatten sich also nun alle Vorgestellt, die anderen Unterhielten sich am Feuer und Wyrdar hatte sich währenddessen zu seinen Wölfen zurückgezogen um sich um diese zu kümmern und etwas Zeit mit ihnen zu verbringen. Plötzlich trat einer aus der Gruppe an ihn herran und merkte an das Wyrdar nicht von hier seie, Fenriswölfe würden in diesen Gebieten nicht vorkommen, aber aus den Grauen Landen könne er auch nicht sein. Ebenso fragte er wo es diese Tiere noch gäbe.

Nun das ich nicht aus diesen Landen stamme ist wohl wahr. Die Wölfin bekam ich vor einigen Jahren in meiner Heimat als Jungtier geschenkt. Woher sie stammt weiß ich nicht, auch in meiner Heimat gibt es diese Tiere normalerweise nicht.

Er bemerkte die seltsamen Pfeifenden Wesen die in einiger Entfernung den Jungtieren entgegenpfiffen. Die beiden schien das ganze aber nicht wirklich zu interessieren, sie waren viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt Mhh, was sind das für komische Dinger? Die sehen ja mal mehr als... aussergewöhnlich.. aus.

Anschließen wurde Wyrdar noch von Eclipse gefragt ob die beiden Jungwölfe denn auch Fenris wären. Darauf erwiederte er Nein werter Weggefährte, die beiden haben wir vor ein paar Wochen erst in einem Wald nicht sonderlich weit von hier aufgelesen. Es werden daher wohl eher normale Grauwölfe oder etwas in die Richtung sein. Auf jedenfall keine Fenris, da wären sie jetzt schon um einiges Größer.
Das Ross des Gelehrten zerzauste in der Zeit das Fell eines der Jungtiere, worauf hin sich dieser auf den Rücken rollte um mit dem Reittier zu spiele, jedoch schien sich dieses lieber darum zu kümmern die nervenden merkwürdigen pfeifenden Wesen zu verjagen.

Hinter ihm ließ auf einen Schlag die Fenriswölfin ein leises grummeln von sich. Sofort zock Wyrdar eine der Taschen näher ran und kramte etwas darin herrum und zock letztendlich einen nurnoch halb Existenten, bereits entfederten und verpackten Gockel herraus und legte ihn vor die Wölfin.
Mehr haben wir leider nichtmehr dabei meine Gute, den Rest hatten die kleinen heute Morgen. Wir werden uns die Tage mal wieder etwas beschaffen. Anschließend streichelte er ihr noch über den Kopf und lehnte sich dann wieder an ihre Seite an un Blickte in Richtung der Gruppe.
Sagt, ist das Fleisch dieser Art Drache genießbar? Ich muss zusehen mal wieder etwas Vorrat für die Wölfe zu bekommen und an so einem Drachen ist ja einiges dran.. wenn es dann noch genießbar wäre, wär es wohl die ideale Gelegenheit.

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BeitragThema: Re: [Bergkessel] Der Krug   Fr Feb 24, 2012 4:55 pm

Wyrdar bestätigte Sigg, dass er nicht aus Enwen stammte, ebenso wenig aus den Grauen Landen. Woher er aber wirklich kam, ließ er aus. Stattdessen bemerkte er die Wolpertinger, deren außergewöhnliches Äußeres ihn überraschte.
Ihr müsst wirklich von sehr weit wegkommen, entgegnete Sigg trocken, wenn ihr zuhause von diesen Quälgeistern verschont bleibt. Er wandte sich ab, in der ewigen, stoischen Tonlage bleibend. Dort muss es sehr schön sein ohne Wolpertinger. Sehr schön. Er machte den Leuten am Feuer ein Handzeichen, indem er den ausgestreckten Zeigefinger einige Male kreisen ließ. Er schulterte den Rundschild aus schwerem Eichenholz und einen seiner Speere und zog langsam einem weniger steilen Aufstieg entgegen.
Einige Wolpis fanden den auf Wache stapfenden Speerträger offenbar interessanter als die beiden Wölfchen mit ihrem auskeilenden Beschützer und verfolgten ihn. Die meisten Mitglieder dieser hasenohrigen, hamsterzähnigen, entenflügeligen Gesellschaft aber hielten an den Wölfen als Fokus ihrer Aufmerksamkeit fest. Und einer, ein Wolpi mit Raubtiergebiss, schnappte gar nach dem Schweif Baphomets.

Amarokk schenkte dem auf Wache ausziehenden Sigg wenig mehr als einen Moment Aufmerksamkeit und nickte kaum merklich auf sein Handzeichen, ehe er sich wieder seinem Gegenüber zuwandte.
"Verehrter Amarokk, ich sagte Euch bereits das ich morgen kämpfen werde, doch halte ich mit meiner Strategie hinterm Berg. Ich kann nicht sagen ob im kommenden Kampf alles so laufen wird, wie ich es gern hätte, doch ich versichere euch meine Mitwirkung. Zudem haben mich die Naturkundler nicht angeheuert, ich wusste bis ihr auftauchtet, nicht einmal das ein Drache hier sein Unwesen treibt. Aber ihr habt Recht meine Wenigkeit erhofft sich von dieser Sache wesentlich mehr und es geht dabei sicher nicht um Zeichnungen."
Amarokk gab ein Brummen zur Antwort und begann, mit einem Holzlöffel im Kessel herum zu rühren, ehe er zu einer Entgegnung ansetzte. Im Kampf läuft es selten, wie man es sich wünscht. So sagte es einer meiner Herren, und es hat sich bis jetzt immer wieder bewahrheitet. Der Eintopf begann langsam zu köcheln. Der Grauländer hob etwas mit dem Löffel hoch, das wie das Stück einer Rübe aussah, und stieß es an, um es auf Festigkeit zu prüfen. Und einer meiner Herren sagte noch etwas, fügte er hinzu, scheinbar in sein Tun vertieft. "Unnütze Worte kann man sparen, solang man nur hält, was man verspricht." Man hörte es der Tonlage an, wann der Grauländer zu zitieren begann und wann er endete. Er hatte etwas gegen Leute, die zuviel redeten. Und mich konnte er auch nicht leiden, was ich bis heute nicht verstehe. Doch was solls. Er ließ die Rübe Rübe sein, döppte sie mit dem Löffel und blickte auf. Er sprach unaufgeregt, ohne die Stimme zu heben. Meinetwegen erklärt mir nicht, was ihr morgen tun werdet. Aber, beim Frostzahn, tut morgen etwas Nützliches.
Amarokks Stimmung schien auf einem Mittelmaß zu schweben. Aus Eclipse wurde er nicht schlau. Er mochte Rätsel, doch dieses hier wehrte sich vehement dagegen, geknackt zu werden. Es wehrte sich sogar gegen Dinge wie den Lärm einer Muskete mitten im Gefecht, und zwar mit einer Heftigkeit, die Amarokk den Spaß am Rätselknacken vermieste. Er kannte den Gelehrten noch nicht lang, und wenn man jemanden noch nicht lang kennt, ist das Bild des Gegenüber leicht zu formen. Sowohl in die eine als auch in die andere Richtung.
Wyrdar erkundigte sich derweil, ob das Fleisch des Zweikopfs essbar sei.
Leider noch nie probiert erwiderte Amarokk, Mit etwas Glück können wir es morgen feststellen. Vielleicht aber hatte unser belesener Begleiter schon das Vergnügen?
Er warf einen kurzen Blick auf das Areal. Es war hier und dort schlammig vom Regenwasser, doch nicht überall. Und genau dort würde er sich wohl etwas genauer umsehen müssen.

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BeitragThema: Re: [Bergkessel] Der Krug   Sa Feb 25, 2012 3:30 pm

Hachje noch so ein nörgelnder Zeitgenosse, dem man es nie recht machen konnte! Schließlich erntete der schwarzhaarige auf seine Worte hin nur ein nicht zu identifizierendes Brummen, ein sicheres Zeichen dafür das Amarokk wohl noch immer verstimmt war. Da der Grauländer sich hingebungsvoll dem Eintopf widmete, zog es Eclipse derweil vor, noch ein paar Schlucke aus seinem Teeschlauch zu nehmen. Die Wärme des Feuers tat ungemein gut und so lauschte er zufrieden den Zitaten und Worten des Mannes. Stimmt einen Kampf bis in Detail planen zu wollen ist ein unnützes Unterfangen. Zudem bitte ich euch nicht an meinem Wort zu zweifeln, denn Versprechen sind mir heilig und ich halte mich immer an das, was ich jemand zusichere. Am liebsten hätte der Adlige mit den Augen gerollt, man konnte ihm ja viel nachsagen doch nie würde er es wagen ein Versprechen zu brechen. Er stand felsenfest zu seinem Wort auch wenn das unangenehme Konsequenzen haben konnte. Da Amarokk weiter sein Süppchen kochte, wurde Eclipse schnell langweilig, also öffnete er seinen Mantel etwas und zog dann aus der Satteltasche ein Buch hervor. Dieses aufgeschlagen, begann der Mann bereits mit dem lesen. Es war ein alter Wälzer aus der Bibliothekseines Vaters und erhielt wertvolle Anweisungen wie man Dämonen um zu gehen hatte. Okay vieles war wirklich schwammig und ungenau formuliert, doch es war besser als nichts. In all den Jahren hatte sich der junge Mann das Wissen der Dämonologie angeeignet, oftmals nächtelang gelernt nur um dem Pfad seiner Ahnen zu folgen. Genau diesen Weg würde er auch weiter gehen um seinen Wissensdurst stillen zu können. Während sein Herr sich in die Lektüre vertieft hatte, bemerkte Baphomet den ungewünschten Ballast an seinem Schweif und trat mit einem tiefen Wiehern einfach danach. Der Wolpi ließ mit einem erschreckten quitschen von ihm ab und so zog es der Hengst vor etwas den steilen Hang zu erklimmen, weil hier saftige Kräuter wuchsen. Während Baphomet friedlich graste, schaute Eclipse verdutzt über den Rand seines Buches hinweg, denn Amarokk hatte ihn soeben etwas gefragt. Es ging scheinbar um den Genuss des Drachenfleisches, doch da er nicht in dieser Materie bewandert war, schüttelte der Adlige nur leicht den Kopf. Nein auch ich hatte dieses zweifelhafte Vergnügen noch nicht. Allerdings ranken sich viele Legenden darum und dementsprechend hoch sind die Preise auf dem Schwarzmarkt. Wer weiß? Vielleicht ließ sich ja morgen ein paar schöne Stücke mitnehmen um irgendwelchen alten Schnepfen, den Traum der Jugend zu verkaufen. Jeder war sich schließlich selbst der nächste und auch wenn er ein Adliger war, so schob er den Solz gern mal beiseite wenn es ums Überleben ging. Schließlich ließen sich auch die Naturkundler mit der richtigen "Spende" scher dazu herab, ihm ein paar Interessante Informationen zu verraten.

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Wyrdar Nephredil

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BeitragThema: Re: [Bergkessel] Der Krug   So Feb 26, 2012 3:29 pm

Sigg bemerkte noch das es ohne Wolpertinger wohl wirklich sehr weit weg und schön sein müsste. Ja, schön ist es. Oder eher war es zumindest noch als ich dort war. Ist schon eine Weile her. Wyrdar bemerkte das Sigg sich langsam abwandt, seinen Schild Schulterte und scheinbar auf Wache gehen wollte.

Amarokk und Eclipse unterhielten sich derweilen weiter und beide merkten an das sie nicht wüssten ob das Fleisch des Drachen essbar wäre und zusätzlich meinte der Gelehrte noch das es wohl einige Legenden darüber gäbe. Mh, Legenden.. die Art Legende der man einen Funken vertrauen schenken kann oder die Art Legende die von alten Weibern und Säufern erzählt wird? Wyrdar lehnte sich etwas weiter zurück und fing an nach oben zu starren.

Er versank etwas in Gedanken, immerhin dürfte er trotz der Jagd und des bevorstehenden Gefechtes nicht sein eigentliches Ziel aus den Augen verlieren. So fing er also an darüber zu grübeln ob er anfangen sollte diese Leute nach etwas Informationen auszufragen oder das doch lieber noch verschieben sollte. Dabei drifteten seine Gedanken natürlich auch wiedermal in Richtung der vergangenen Ereignisse und den Verlust ab. Er ließ ein leichtes seufzen ab und war dann einen Moment lang wie völlig geistesabwesend.

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Amarokk Haggadirsson
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BeitragThema: Re: [Bergkessel] Der Krug   Di Feb 28, 2012 2:03 pm

Nach der kleinen Begutachtung des baldigen Schlachtfeldes sich wieder dem Umrühren des Eintopfs widmend, warf Amarokk Eclipse van Dark einen äußerst überraschten Blick zu. Und er, der für gewöhnlich ganze Seiten mit seinem Gerede füllte, ohne überhaupt wirklich schreiben zu können, erwiderte bloß:
Ich verstehe.
Und mehr nicht. Als hätten die Worte des Gelehrten ihm - zum Guten oder zum Schlechten - den Mund gestopft. Und blanke Tatsache war, dass es den Grauländer wirklich tief beeindruckte, Worte von treu einzuhaltenden Versprechen hören zu dürfen. Versprechen und Schwüre und Eide und auch Ehre an sich waren Dinge, die nötig waren in einer Welt, in der man sich ohne all dies nicht auf andere verlassen konnte. Was hielt die Welt sonst noch zusammen, wenn es nicht Schwüre oder Eide taten? Die Götter jedenfalls taten es nicht. Die hatten ihre eigenen Leben, um die sie sich kümmern mussten. Die meisten zumindest.
Wyrdar indes hatte offenbar ein gewisses Interesse an den Legenden, die sich rund um Drachenleber, Drachenschenkel, Drachenflügel und Drachenzunge rankten. Er hakte nach, ob es sich dabei um solche Legenden handelten, die einen wahren Kern enthielten - wie die Legende um den Schneemenschen - oder um solche Legenden, wie sie von Ammen und Betrunkenen erzählt wurden - wie die Legende von Frauen, die sich nicht ab einem bestimmten Alter in zänkische Hexenweiber verwandelten.
Vermutlich alte Weiber und Säufer entgegnete Amarokk darauf, Morgen finden wirs raus. Er kam zum Schluss, dass der Eintopf wohl fertig war, und füllte Portionen in Holzschalen, die er an Eclipse und Tornik verteilte.
Die Schale für Wyrdar musste er ein wenig in der Hand halten. Heda, Wolfsreiter machte er sich bemerkbar, da der andere seltsam entrückt wirkte, Eintopf?

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>>... Und nichts sahen wir mehr von ihm als seine Klinge, die in die Schilde fuhr. Noch weit auf See hörten wir ihn schreien, und solang er noch schrie, war er auch nicht gestorben, und vielleicht kämpft und tobt und wütet er noch heute an steiniger Küste.<<

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BeitragThema: Re: [Bergkessel] Der Krug   Sa März 03, 2012 12:01 am

Sehr zur Verwunderung des Adligen, erwiderte Amarokk nichts weiter als ein >>Ich verstehe.<< Da sollte einer diese Grauländer verstehen! Eclipse seufzte angesichts der Kauzigkeit seines Begleiters nur leise und schob sich eine lästige Haarsträhne aus dem Gesicht. Man konnte schließlich nicht lesen, wenn ein wuschliger Vorhang einem die Sicht auf die Buchstaben nah. Im Gegensatz zu den beiden anderen hatte der schwarzhaarige nämlich momentan eher wenig Interesse an alten Legenden, dazu war ihm der Abend viel zu gemütlich. Was brachte es auch Kindergeschichten auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen, wenn man morgen doch eh das zweifelhafte Vergnügen hatte, sich ein Bild davon zu machen. Der Gedanke an den baldigen Kampf verstimmte den jungen Mann etwas, schließlich hatte er es noch nie mit einem Drachen zu tun, geschweige denn das er wusste wie er sich diesem Untier entgegen stellen sollte. Es war ja wohl nicht schwer zu erraten das Kämpfen nicht sein Ding war. Wieder ein Seufzen und schon wurde die Seite umgeblättert, doch zum lesen sollte Eclipse nicht kommen, denn Amarokk bot ihm Eintopf an. Leise Zweifel standen im Raum ob das Zeug überhaupt genießbar war, doch angesichts der Lage verkniff es sich der Gelehrte zu meckern und nahm so mit einem höflichen Nicken die Schüssel entgegen. Wenn man schon die Chance auf eine warme Mahlzeit hatte, dann sollte man diese auch nutzen. Der schwarzhaarige legte also sein Buch zur Seite und setze sich gerade hin um an der Suppe zu schnuppern. Es riecht schon mal sehr interessant auch wenn ich nicht wissen möchte was alles da drin ist. Eclipse zuckte kurz mit den Schultern, kramte aus der Satteltasche einen Löffe3l hervor und begann den ersten Bissen zu kosten. Nunja gar war es auf alle Fälle, wenn nicht sogar tot gekocht, doch zumindest schmeckte es ganz annehmbar. Also ließ es sich der Adlige im stillen schmecken, unterbrach seine Tätigkeit ab und an mal um einen Schluck zu trinken und aß dann weiter. Bis sich ihm plötzlich eine Frage aufdrängte und er seinen Blick zu dem Barbaren schweifen ließ. Amaraokk? Wann gedenkt Ihr morgen den Kampf zu eröffnen? Ich muss unbedingt Vorbereitungen treffen, denn ansonsten kann ich mich bei einem Fehlschlag gleich von der Klippe stürzen. auch würde mich der Kampfplatz interessieren. Merkte Eclipse an und versuchte sich nicht zu viele Gedanken um das kommende zu machen. Er war nunmal ein Perfektionist und konnte es nicht besonders gut ab, wenn man dazu gezwungen war blindlings in eine Schlacht zu stürmen. Dort konnte er einfach keine Dämonen beschwören, wenn ein euphorischer junger Drache die ganze Zeit um ihn rum flatterte.

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Amarokk Haggadirsson
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BeitragThema: Re: [Bergkessel] Der Krug   Di März 06, 2012 2:07 pm

Amarokk genehmigte sich noch einen Nachschlag, während Eclipse die Frage stellte. Amaraokk? Wann gedenkt Ihr morgen den Kampf zu eröffnen? Ich muss unbedingt Vorbereitungen treffen, denn ansonsten kann ich mich bei einem Fehlschlag gleich von der Klippe stürzen. auch würde mich der Kampfplatz interessieren.
Die Augenbrauen des Grauländers hoben sich. Von der Klippe stürzen? Ja, das kenne ich stellte er mit überzogen mitfühlender Tonlage fest. Ein Holzscheit zerbrach und entließ einen Funkenregen. Es ist stets so... Er runzelte die Stirn und wandte sich an Tornik. Tornik, wie war das Wort? Er sagte es auf grauländisch. Ich benutze es einfach zu selten.
Frustriert? Frustrierend?
Ich bin viel zu selten frustriert, scheint mir. Amarokk kehrte seine Aufmerksamkeit wieder Eclipse zu. Es ist so frustrierend, wenn man nicht weiß, was morgen auf einen zukommt. Wenn ein Gefährte mit seinen Plänen hinterm Berg hält. Er lächelte schwach, entschied dann aber, den Seitenhieb nicht weiter zu vertiefen. Stattdessen wedelte er mit seinem Löffel in Richtung der offenen Fläche.
Dort, denkt euch den Kampfplatz auf diesem Gelände. Der Löffel zeigte höher, auf den Rand des Bergkessels. Der Drache wird morgen kommen, sobald ihm seine Augen wieder nütze sind. Unser Ziel ist, seine zwei, drei Flammenstöße zu überleben und ihn dann am Boden zu erledigen. Er sah zu seinem Kameraden. Nicht das erste Mal, dass wir mit Drachen zu tun hatten, nicht wahr, Tornik?
Aber das erste Mal, dass Moorteufel nicht dabei ist entgegnete Tornik nach kurzem Nachdenken.
Ist doch fein. Amarokk grinste wild und abenteuerlustig. Keiner da, der die Biester von weitem erschießt, hah! Er stellte seine leere Schüssel ab und erhob sich bedächtig. Was solls. Werter Eclipse, stellt euch drauf ein: Der Drache wird Feuer speien, bis er keinen Dampf mehr hat, und dann wird er auf uns losgehen wie ein wutschnaubender Troll auf Rädern. Ein Drache in vollem Lauf ist keine besonders schöne Angelegenheit, und darum ersinne ich nun ein Mittel, ihn genau daran zu hindern. Da es zweifelsohne funktionieren wird, steht er anschließend still genug, sodass wir ihm die beiden Köpfchen gegeneinander hauen können. Er wandte sich ab. Und Bäng und Sieg, Drachengulasch! Und schritt gut gelaunt auf die matschige und sumpfige Fläche hinaus, die er als Kampffeld ersonnen hatte. Immer wieder sah man ihn prüfend auf den Boden treten. Einmal sank er gar bis zum Knöchel ein und brauchte einen Moment, bis er wieder heraus kam. Volle zwei Minuten lang rang er mit dem Morast um seinen Stiefel.

Sigg Turlesson indes stieg vom äußeren Hang des Kruges herab, schlüpfte über einen sich windenden Schmalweg über den Grat der Gebirgsformation, hielt inne, lauschte, lief weiter.
Die Silberberge lagen schweigend da, doch nicht im Frieden. Eher in tonlosem Schrecken; der zweiköpfige Drache hatte ein aggressiveres, heißblütigeres Temperament entwickelt als seine gewöhnlicheren Vettern. Und er hatte sich mit einem dreisten und zugleich vollauf gerechtfertigten Selbstbewusstsein über alle Tiere gleichermaßen hergemacht. Grendel und Bären und Schneeleoparden, allesamt hatte er aus den Gipfeln in die Täler und Höhlen vertrieben.
Am Fuß der Bergkette jenseits des nächsten Tals flackerte ein Feuer. Sigg sprang und kraxelte hangabwärts, den Lichtpunkt im Auge behaltend, und hielt überrascht inne, als dieses Licht komplett verschwand.
Die Ursache war eine Höhle. Sigg drückte sich eine Weile am Eingang herum, lauschte den Stimmen tief drinnen, die sicherlich von anderen Jägern oder auch Schatzsuchern stammen mochten. Er merkte sich den Ort, dann kehrte er um.

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>>... Und nichts sahen wir mehr von ihm als seine Klinge, die in die Schilde fuhr. Noch weit auf See hörten wir ihn schreien, und solang er noch schrie, war er auch nicht gestorben, und vielleicht kämpft und tobt und wütet er noch heute an steiniger Küste.<<

Tornik Jonsson schrieb >>Der Berserker<<


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BeitragThema: Re: [Bergkessel] Der Krug   Di März 13, 2012 1:07 am

Tja die Antwort seines "Gefährten" ließ natürlich nicht lange auf sich warten aber warum musste er dermaßen überzogener reagieren? Eclipse war kurz davor offen die Augen zu rollen über Amarokks Weise die Sache runter zu spielen. Meine Güte er war eben kein strahlender Held der sich ohne furcht dem Feind entgegen warf, nur um seine Kameraden mit superloyalen treue zu unterstützen. Der Adlige war ein zynischer Egoist, der in erster Linie nur an sich selbst dachte und auch sonst Teamwork für eine Ausgeburt der Hölle hielt. Wenn es drauf an kam war er der letze den man an vorderster Front sah, geschweige denn das er einen Teamkameraden retten würde. Na und? weder wurde man vom Heldentum satt, noch lebte man lange. Eclipse schnaubte also lediglich nur leise als Amarokk seinen Seitenhieb verteilte und sich danach mit Torik in einer anderen Sprache unterhielt. Der schwarzhaarige nutze die Zeit um auf zu essen und legte dann noch ein Scheit in das prasselnde Feuer. Zumindest hatte der Grauländer endlich die güte seine frage einigermassen ernst zu beantworten, in dem er mit seinem Löffel auf die freien Ebenen der Gegend und dann zu den fernen Berggipfeln verwies. Na super hatte er sich das nicht eigentlich auch selbst denken können? Eclipse seufzte leise vor Enttäuschung, hatte er sich doch etwas spektakuläreres gewünscht aber nun gut, zumindest ließ sich aus dieser Gegend etwas machen. Also wurde dem blondhaarigen höflich zugenickt. Habt Dank für diese überaus detaillierten Informationen. Ich denke meine Wenigkeit wird sie gut ein zu setzen wissen. So die Herren ich gedenke nun zu ruhen also gehabt euch wohl. Der triefende Sarkasmus war in solchen Momenten sein bester Freund, sich die Haare noch einmal aus der Stirn gestrichen, ließ er Amarokk seinen Erkundungsgang machen und murmelte sich in seinen dicken Reiseumhang ein. Als kopfkissen diente eine weiche Stelle der Satteltaschen und so dauerte es auch nicht lange bis der Adlige einschlief.

~Ein paar Stunden später~

Wie lange Eclipse schließlich schlief, konnte er nicht sagen. Der Himmel war so weit sternenklar als er die Augen öffnete um nach oben zu sehen. Selbst der Mond stand majestätisch am Himmel, wirkte er doch kühl und grausam. Für einen Moment ließ sich der Adlige von dessen Licht baden, brauchte er doch seinen Segen für das kommende Unterfangen. Es war auf alle Fälle weit nach Mitternacht, das Lager war dunkel wegen des erloschenen Feuers und doch war die Luft erfüllt von leisem Schnarchen. Es hieß wohl die Gunst der Stunde zu nutzen, also erhob sich der junge Mann leise, legte die Decke achtlos neben sich und stand dann auf. Alles was er brauchen würde, hatte sich der schwarzhaarige vor dem einschlafen schon bereit gelegt und so musste er nur noch nach dem blutroten Samtsäckhchen greifen um es mit zu nehmen. Es kam ihm nur zugute das der andere Grauländer auf einem Streifzug war, so viel es nicht ganz so sehr auf das sich der Dämologe vom Acker machte. Eclipse war schon sehr bedacht darauf Lärm zu vermeiden, was nicht einfach war denn Schleichen war noch nie so sein Ding gewesen. Zum Glück kullerten nur ein paar Kiesel umher und so schaffte es der Adlige einen kleinen Hügelkamm zu überwinden, hinter dem sich ein kleines aber ebenes Plateau erstreckte. Es war ihm bei seiner Ankunft hier sofort aufgefallen, hatten seine Augen doch sorgfältig die Gegend nach einem geeigneten Platz abgesucht. Nun sollte dieser Ort Schauplatz für etwas sehr eigenes werden und so stellte Eclipse den Beutel auf einen erhöhten Felsen am Rande und entnahm diesem ein paar Stücke roter Kreide. Im Gegensatz zu den Ottonormalbeschwörern, experimentierte und fertigte der Adlige sein Zubehör meist selbst an. es sollte also nicht verwundern das die Ritualkreide ein Gemisch aus Dämonenblut und seinem eigenen Lebenssaft bestand, die im übrigen gerade für das zeichnen eines Pentagramms verwendet wurde. Jenes verfügte über 5 Spitzen, stand aber auf den Kopf. Im Licht des Mondes entstand dieses kleine Kunstwerk, bediente sich der schwarzhaarige doch den Runen. Diese wurden aber auf dämonisch geschrieben. Es wäre ja auch zu einfach wenn jeder Bürger mit etwas Bildung, seine Beschwörungen entziffern konnte. Es war ja für ihn als erfahrener Dämologe ja schon schwierig diese Kreaturen an zu rufen, demnach war es einfach undenkbar was passieren würde, sollte ein Unwissender einfach diese Beschwörung nachahmen. Die Arbeit war mühselig und man sollte wirklich Perfektionist sein um so etwas komplexes durch zu ziehen. Die Prozedur zog sich nämlich eine gute Stunde hin, bis der schwarzhaarige auch wirklich mit jedem Detail zufrieden war. Erst dann setze er sich an die einzelne Spitze des Pentagramms um für lange Zeit zu meditieren. Die Welt um ihn herum wurde farblos und leer, verlor an Gerüchen und Gefühl. Es war unsagbar wichtig mit gestähltem Geist an die Sache heran zu gehen, da die Kreatur jede Kleinigkeit nutzen würde um sich für die Knechtschaft zu rächen. Demnach kümmerte sich Eclipse um diesen Schritt immer mit einer solchen Hingabe, das es fast schon an Extase grenzte. Nicht umsonst wurden Körper und Geist zu einem Medium, welches dem Geschöpf die Existenz in dieser Welt überhaupt erst ermöglichte. So zogen nochmal gute zwei Stunden ins Land, ehe der Dämologe es wagte sich zu erheben. Er fühlte sich schrecklich ausgelaugt und leer, schließlich zapfte das Siegel die ganze Zeit seine Kraft an und der schwarzhaarige hatte es willig die ganze Zeit über mit seiner Energie getränkt. Nun blieb eigentlich nur noch der letze Schritt, denn sein Innerstes war gestärkt aber auch bereit die Pfade in diese Welt zu knüpfen. Also band sich Eclipse mit dem violetten Halstuch die Armbeuge ab, ehe er in seine Manteltasche griff und ein Skalpell zu Tage förderte. Sicher ein Silberdolch wäre in dieser Szenesicherlich romantischer gewesen, doch die Teile waren in der Dämonenwelt nicht sehr bleibt und so denkbar deplaziert. Der Adlige suchte seine Pulsader und setze einen wohl plazierten Schnitt, der von viel Übung aber auch Erfahrung in dieser Hinsicht deutete. Die Klinge drang nicht all zu tief ein und so war ein zu hoher Blutverlust unwahrscheinlich. Der Dämologe wartete bis die Waffe zur Genüge mit dem roten Lebenssaft benetzt war, ehe er ein paar Tropfen in jede Himmelsrichtung streute. Dies war der erste Teil des Blutzolls für den Dämon und sollte ihm einerseits Milde stimmen und zum anderen verhindern das er beim erscheinen einfach den Kreis durchbrach. Es war schon denkbar sentimental und ironisch das man diese Geschöpfe beim beschwören nur mit Blut im Zaum halten konnte und ja man sollte nie anderes nehmen außer sein eigenes. Das konnte nur schief gehen, denn dann war der Kreis nichtig und das Viech feierte ne lustige Orgie inmitten der zerstreuten Gedärme. Das letze benötigte Mittel war eine etwas größere Portion der roten Flüssigkeit und diese ging an die Mitte. Es hatte den jungen Mann sehr viel Übung und Unmengen Blut gekostet, das Zeug so zu verteilen das nicht gleich die schützenden Runen oder die feinen Linien des Pentagramms dabei drauf gingen. Doch auch diese Hürde wurde gemeistert, die Verletzung eiligst verbunden und das Skalpell mit Alkohol gereinigt. Es konnte also in die zweite Runde gehen. Am Kopf des Pentagramms war sein Leben soweit sicher, solange man keine Fehler machte und so hob Eclipse den Kopf zum Mond und streckte ihm ehrfürchtig die Arme entgegen, während er auf dämonisch folgende Verse aufsagte:

Nemesis du Fürst der Finsternis,
höre meinen Ruf auf das du ihn nie vergisst!
Das süße Blut soll dein Lohn sein,
also bring mir des Feindes Gebein.

Nemesis durchbrich Raum und Zeit,
nimm meinen Feinden ihr Leid.
Werde mich an ihrem Grauen weiden,
kalter Stahl soll durch ihr Fleisch schneiden.

Nemesis vergiss die Grabeskälte in dir,
werde ganz zu dem was ich befiel.
Oh Dämon komm aus der Unterwelt empor,
Ich öffne dir weithin das Tor.

Nemesis du Waffe in meinen Händen,
wirst nun alles beenden.
Drum gehorche deines Herren Wort,
komm hervor und trage meinen Unmut fort!

Schilde zerschellen und Schwerter zerbrechen,
doch niemals unser ewiges Versprechen.
Meine Seele verkaufte ich an diesen Pakt,
Vorhang auf für des Dämons Akt!


Wie durch Zauberhand schob sich eine Wolke vor den Mond und verdunkelte so für einen Moment den Himmel. Ganz so als wollten diese reinen Gestirne ihr Antlitz vor so viel Boshaftigkeit abwenden. Der Dämonologe opferte einen Großteil seiner Energien um jene Kreatur zu rufen und so floss das Mezraez ungehindert in das Weltentor. Es war ein echter Kraftakt die Pfade vom Dämonenreich mit denen der Menschenwelt zu verbinden und so musste Eclipse alles an möglicher Konzentration aufbringen. Die Geburt eines Säuglings war ein Klacks dagegen! Denn leider gehörte Nemesis zur Gattung der oberst, diese waren die höchste Klasse der Dämonen und somit alles andere als Zuckerschlecken. Doch diese Nacht war ihm die Göttin des Schicksals hold und die Beschwörung glückte. Das Pentagramm erglühte für einen Moment in einem satten violett, ja jeder Beschwörer hat so seine Farbe aber egal zurück zum Thema. Erst sah man eine Hand die aus den glühenden Linien empor geschossen kam, sich halt suchend an dem nackten Felsboden abstütze, ehe nach und nach die Spitzen der schwarzen Schwingen sichtbar wurden. Da sprossen auch schon die Schultern hervor, wie eine Frühjahrsblume, gefolgt von Oberkörper, Beine und den restlichen Schwingen und dann war es auch geschafft! Der gefallene Engel kauerte schwer atmend auf dem Boden des verblassten Pentagramms, der Oberkörper war nackt und auch sonst trug er nur eine schwarze Hose und gleichfarbige Lederstiefel am Körper. Ein Umstand der Eclipse regelmäßig auf die Palme brachte, schließlich schickte sich so viel nackte Haut nicht. Der Dämologe war genauso hinüber, atmete schwer und hatte zu tun überhaupt noch etwas zu sehen, da der Schweiß ihm in die Augen lief. Dennoch wagte er es nicht sich zu regen, denn schon im nächsten Moment spürte er den scharfen Blick zweier dunkler Augen auf sich. Er konnte fühlen wie der Engel ihre Bande prüfte, so wie er es jedesmal tat in der Hoffnung das der Meister einmal schwächeln würde. Doch Eclipse stand in der Blüte seines Lebens und war stark, besonders wenn es um mentale Spielchen ging. Doch auch dieses mal hielt das Band stand und so gab der Gefallene nach und erhob sich. Nur einen Moment Unachtsamkeit hätten diese Kreatur dazu verleitet ihn an zu greifen. Eclipse hatte das zweifelhafte Vergnügen schon und war damals nur mit knapper Not entkommen, er konnte also auf eine weitere Nahtod Erfahrung sehr gut verzichten. Ich grüße euch Meister was ist euer Begehr? Eclipse musste erst einmal tief Luft holen, seine Lungen fühlten sich schrecklich ausgebrannt an, genauso wie der Rest seines Körpers. Dennoch bekam sein Dämon auch dieselbe Höflichkeit entgegen gebracht wie ein normaler Mensch sie erhalten würde. Nur weil sie für andere eine sehr komische Verbindung zueinander hatten, musste das ja nicht heißen das der Adlige seine Vertragspartner wie der letze Dreck behandeln musste. Der schwarzhaarige nickte also dem Engel höflich zu, ehe er zu einer Antwort ansetze. Es freut mich Euch zu sehen. Heute steht ein Kampf gegen einen Drachen an und ich erhoffe mir Eure Unterstützung. Nemesis Augenbraue wanderte mit einem fragenden Blick nach oben, denn seit wann hatte sein Herr Interesse an der Drachenjagd? Doch er war klug genug seine Fragen für sich zu behalten, sondern zog es vor sich gerade hin zu stellen um eine bessere Konzentration zu bekommen. Erst dann schickte der Dämon seinen geist auf die Reise in die Unendlichkeit, in der Hoffnung das sie ihre große Weisheit mit ihm teilen möge. Es dauerte auch gar nicht so lange, nur bis zum Morgengrauen, als Nemesis seine Augen wieder öffnete um seinen Herrn an zu sehen. Nun das Armageddon wird euch erspart bleiben, jedoch lässt sich eine gewisse Lebensgefahr nicht leugnen. Man warnte mich eindringlich vor dem linken Drachenkopf, der es scheinbar lecker fand Euch zu fressen. Der Rest liegt in den Nebeln des Schicksals verborgen. Während der Engel gefühlslos und mit unverholenem Spott in den Augen die Schultern zuckte, unterdrückte Eclipse jäh das Bedürfnis ihm einen Stein an den Kopf werfen zu wollen. Stattdessen Pfiff er ganz leise und vernahm mit Zufriedenheit das leise Getrappel von Hufen. Baphomet bahnte sich einen Weg auf das Plateau und kam für seine Verhältnisse relativ leise bei dem seltsamen Gespann an. Es juckte den Gefallenen schon immer das dieses blöde Pferd seinen Anblick mit einer Gleichgültigkeit ertrug, die ja beinahe schon an Ignoranz grenzte. Doch er hatte keine Zeit sich darüber den Kopf zu zerbrechen, denn Eclipse warf seinem Dämon das schwarze Kartana Crosszeria zu. Ein eindeutiges Zeichen dafür, das man von ihm erwartete an dieser dämlichen Drachenjagd mit zu machen. Nemesis verhalte dich ruhig und bleib verborgen bis ich dich rufe. Dieser Kampf wird gewiss nicht einfach sein, daher schöpfe noch ein wenig Kraft. So nun geh und wage nicht von meinem Befehl ab zu weichen du weißt ich spüre deine Ungehorsamkeit. Nur weil der Dämon im Vergleich zum Rest der Rasse ein wenig sozialer war, hieß das noch lange nicht das dieser seine Freiheiten nicht auch gnadenlos ausnutze. Einige Zeit sah Eclipse ihm nach, als der Engel irgendwo am Horizont verschwand, ehe er begann die Spuren des Pentagramms zu verwischen. Von den Volpis sah man schon seit Ritualbeginn nichts mehr, ein Zeichen für die Anwesenheit des Dämons. Nach getaner Arbeit legte der schwarzhaarige ein paar Kräuter auf die Wunde und verband sie neu, ehe das ganze gut unter dem Hemd verborgen wurde. Erst dann kehrte er mit Baphomet im Schlepptau ins Lager zurück.


Out: sterbt mir wegen den Buchstabensalat nicht weg.O,O Sorry die anderen Posts kommen wohl heute noch.*sich verbeugt*

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BeitragThema: Re: [Bergkessel] Der Krug   So März 18, 2012 10:22 am

Amarokk stapfte noch ein wenig im Schlamm umher, ab und an knietief einsinkend und sich leise in der rauhen Sprache seiner kälteklirrenden Heimat über sein Missgeschick beschwerend.
Doch als die anderen schliefen oder zumindest ruhten, machte er sich davon. Einzig Tornik bemerkte, wie sein Herr seinen Mantel und einen Krug mit Bier nahm und aus dem Lager verschwand, den Kesselrand erklomm und den Hang auf der anderen Seite wieder herunterrutschte. Vermutlich merkte auch der Fenriswolf etwas, doch wenn, störte es ihn offenbar nicht.

Am Fuße des Hanges ließ sich Amarokk nieder, unter sternübersätem Himmelszelt, in den silbrigen Pelz aus Grendelfell gewickelt, den er mit solchem Stolze trug.
Amarokk Haggadirsson war gekommen, sein Schicksal zu betrachten. Und so legte er einige Streifen Trockenfleisch vor sich auf einen flachen Stein und schüttete einige Spritzer Bier aus dem mitgebrachten Krug darüber.
Einen Schluck nahm er selbst. Dann sprach er mit rauher Stimme: Ich wünsche ein Spiel!
Dumpf hallte seine Forderung über den Bergsattel, dann herrschte wieder Schweigen.
Vielleicht mit mir? Tornik trat hinzu, betrachtete das Trockenfleisch und den Krug. Oh.
Sonst gern, mein treuer Diener, doch heute abend... Amarokk lächelte schief und zuckte mit den Schultern. Heute abend möchte ich über die Grenzen eines Menschenlebens hinaus werfen.
Tornik schwieg einen Moment lang. Dann... geht es nicht allein um den Drachen, nein?
Nein. Nicht allein um den Drachen. Um alles, mein Freund. Amarokk holte bedächtig seine Pfeife hervor, drehte sie zwischen den Händen. Um alles. Den Wind will ich rufen und erfahrn, wohin der Sturm mich weht. Die See will ich rufen und erfahrn, wohin die Flut mich treibt.
Tornik nickte langsam. Hmmm... ich verstehe. Und damit wandte er sich zum Gehen. Dann wünsche ich dir Glück, Herr.
Hab Dank, treuer Diener.
Und so wartete Amarokk Haggadirsson, schlug Stahl auf Feuerstein und entzündete sein Pfeifenkraut.

Die Nacht war rasch heraufgezogen. Dunkelheit hielt die Silberberge fest umfangen, obwohl es noch weit vor Mitternacht war. Noch weit vor dem Moment, da Eclipse van Dark seinen Dämon beschwor. Noch weit vor diesem Moment, da die Pforte zu einer der Neun Höllen aufgestoßen wurde, beschwor Amarokk ein ganz anderes Wesen, welches dem Dämon doch seltsam glich.
Dieses Wesen kam nicht wirklich. Es war einfach da. Im einen Moment blies Amarokk noch Rauchschwaden in die Luft, im nächsten wedelte er schon in der Luft herum, als er den Schemen dahinter erblickte.
Du wünschst ein Spiel? fragte der Graue Nebelwandler.
Ich wünsche ein Spiel. Amarokk holte sein Messer hervor, hob den Mantel und schlitzte in die säuberlich vernähte Tasche auf der Innenseite. Kaum ritzte die Klinge den Stoff, drang das beißende Aroma von Pfeifenkraut hervor. Stärker, würziger, benebelnder als selbst der beste Tabak, den man auf Grafenfurts Sommermarkt kaufen konnte.
Amarokk schlug die Asche aus dem Pfeifenkopf, stopfte sie neu und paffte sie an, ehe er sie dem Grauen Nebelwandler überreichte.
Der Graue Nebelwandler war ein ungeschlachtes Wesen, das aus nichts anderem zu bestehen schien als Wasser, das sich ständig aufs Neue über einem vage menschenähnlichen Rohling ergoss. Als habe irgendein dämonischer Töpfer in den Fluss gegriffen und Flüssiges in feste Form gefügt. Gestalt und Gesichtszüge zerflossen in hypnotischer Beständigkeit, um sich gleich darauf wieder neu zu formen. Und diese Gestalt nahm die Pfeife an.
Einen Moment lang schien es Amarokk, als triebe der Rauch im Inneren des Flussgottes umher. Er nahm die Pfeife wieder zurück, inhalierte tief und kämpfte mit den Tränen.
Dann spielen wir sprach der Graue Nebelwandler ungerührt.
Ja... Blinzeln. Das Pfeifenkraut brannte etwas weniger deftig an seinen Mandeln. Jawohl. Und er griff in den Beutel, der seine Runen aus Rosenquarz enthielt. Viele Runensätze waren aus Knochen, Holz, Kieseln. Seine Sammlung aber war ein ihm teures Geschenk und vielleicht mit das Wertvollste in seinem Besitz.

Spoiler:
 

Die Runen hüpften, die Pfeife wanderte, und der Rauch schlug sich zwischen ihnen nieder, bis ein Windstoß über die nächtlichen Felsgrate fuhr.
Amarokk musterte das Feld mit gewissem Verdruss. Feuer lag ihm zugewandt, doch keine Rune mit zauberkräftiger Wirkung lag in Reichweite. Der Graue Nebelwandler hatte aus seinem Beutel aus Otterfell Runensteine aus blankpolierten Kieselsteinen geworfen, auf denen Algen die Zeichen bildeten. Sonne lag nahebei, doch Sonne war eine Rune zum Verwurzeln der Magie. Und dass sich Sonne und Feuer unterstützten, war Amarokk schon lang bekannt.
Die Pfeife kam wieder zu ihm. Er zog tiefer als sonst. Der Rauch brannte penetrant auf der Rückseite seiner Augäpfel. Hand im Beutel, über die Runen tastend. Bislang merkte er mit sonderbar schwerfälliger Stimme an, ist dein Spiel noch nicht be... besonders spannend.
Der Gott sah auf. In der Tat. Seine Stimme war von schwermütiger Behäbigkeit, doch ihm lag das Pfeifenkraut offenbar nicht schwerer auf der Zunge als verdünntes Bier.
Ein Runenstein fühlte sich wärmer an als die anderen. Auf Zeichen wie diese achtend, zog Amarokk und würfelte auf eine freie Stelle.
Die Speerspitze, das Ziel, hüpfte gegen eine kleine Bodenwelle und klimperte gegen Feuer. Feuer rutschte ein Stück, kam wieder richtig herum zum Stehen, Eis und Erde um sich.
Der Graue Nebelwandler reagierte schnell. Sein Kiesel zeigte das Symbol eines anderen Gottes. Der Fahrende Händler. Reichtum.

Grafenfurt. Das Tor gefallen, Plünderer auf den Straßen. Der Drache raste ums Eck, in eine regelrechte Wand aus Pfeilen, und riss abrupt aus seinem Flug. Amarokk zog im Reflex den Kopf ein, als das gepanzerte Biest in weniger Entfernung in eine Häuserfront krachte.
Aus Staub und Trümmern schoss der Drachenkopf empor, eine Stichflamme erfasste Gebäude und Menschen, Verteidiger und Angreifer gleichermaßen. Nur einer blieb verschont. Tanred stürzte durch die Flammen, den Eisnebel dampfenden Schild vor sich, und stieß dem Drachen sein Schwert in den Schlund.


Blinzeln. Amarokk zögerte. Hatte er damals gesehen, wie Tanred der Glückliche zum Drachentöter wurde?
Spiel sprach der Graue Nebelwandler.
Amarokk spielte. Das Clan-Banner. Der Nebelwandler spielte. Hammer. Symbol von Jöte Eisenbeiß, dem Götterschmied.

Ein Hüne mit Kriegshelm und Streithammer erhob sich aus einem Trümmerhaufen metallischen Abfalls. Die blanke Faust fing den Feuerdämon ab, der ihm in die Seite sprang, und der Hammerkopf trieb ihn mit einem einzigen Schwung in die Tiefen der Welt.

Ein Vers aus der Saga von Jöte Eisenbeiß, der einen Feuergeist in seiner Esse fand?
So fielen die Steine, Zug um Zug, und Erinnerungen flatterten vorbei wie die Schatten von Krähen über einem Schlachtfeld.
Erfahrene Runenspieler nannten dies einen "Geistesblitz". Und nicht alle Erinnerungen stammten von Amarokk selbst.
Krieger im Schildwall, brüllend und schreiend im Hagel aus Pfeilen.
Ein Fenris im Kettenpanzer, aus dem Staub springend.
Der Schemen eines Speerträgers, auf ihn zukommend.

Amarokk warf Reise und Bewegung, mittlerweile schien sich die Zeit verlangsamt zu haben. Spielsteine fielen wie durch Wachs, klimperten hell wie Glocken oder dröhnten dumpf wie Trommeln. Pfeifenkraut benebelte seinen Kopf.
Der Graue Nebelwandler warf den Alten Steuermann.
Spritzende Gischt, brüllender Sturm, krachendes Segel, weit ausgefahrene Ruder wie Käferbeine. Das Drachenschiff flog mit verbreiterter Fläche über Wellen und Meer.
Amarokk warf Harmonie, doch der Runenstein drehte sich mit der blanken Seite nach oben, fiel gegen Ziel und ließ die Rune gegen den Steuermann springen und auf Feuer und Eis in einer Linie zeigen.
Fern am Horizont schien das Steinerne Leuchtfeuer der grauländischen Küste. Amarokk hörte ein wildes, triumphierendes Lachen. Er brauchte einen Herzschlag, ehe er es als sein Eigenes erkannte.

Später hätte Amarokk nicht sagen können, wie das Spiel endete. Er erwachte lediglich im Lager, mit hartnäckigem Brummschädel.
Die Sonne blendete ihn.
Und von fern kam ein röhrendes Brüllen.

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>>... Und nichts sahen wir mehr von ihm als seine Klinge, die in die Schilde fuhr. Noch weit auf See hörten wir ihn schreien, und solang er noch schrie, war er auch nicht gestorben, und vielleicht kämpft und tobt und wütet er noch heute an steiniger Küste.<<

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BeitragThema: Re: [Bergkessel] Der Krug   Mi März 28, 2012 9:03 pm

Eclipse hatte, trotz brummender Kopfschmerzen, versucht noch ein paar Stunden zu ruhen. Weder hatte der Adlige das sonstige Treiben der Gruppe verfolgt, noch spürte Nemesis irgend etwas verdächtiges. Denn während der Engel weitab in einer Felsniesche ausharrte, rollte sein Herr ishc mies gelaunt auf seinem Lager umher. Die wunde schmerzte, der Boden war hart und die Sonne wollte auch nicht so rehct strahlen. Das einzige was seine Stimmung etwas zu erheitern wagte, waren ein paar Schlucken Tee, die sich der schwarzhaarige aus seinem Schlauch gönnte. Er verspürte weder Hunger noch wirklich Durst, dafür war sein Körper einfach noch zu sehr von den dunklen Energien der Dämonenwelt besetzt. Es würde seine Zeit dauern bis er sich an dieses Gefühl gewöhnt hatte, schließlich war das Band der Dämonen etwas sehr wichtiges. Eclipse gähnte leise, ehe er die Lust verlor und sich aufsetze. Um ihn herum schienen auch die anderen langsam zu erwachen und so zog er es vor, sich erst einmal gemütlich zu strecken. Doch noch ehe man über Frühstück oder einen Schlachtplan nachdenken konnte, durchbrach ein imposantes Brüllen die morgendliche Idylle. Die violetten Pupillen verengten sich zu kleinen Schlitzen, ahnte Eclipse doch nichts gutes.

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BeitragThema: Re: [Bergkessel] Der Krug   So Apr 01, 2012 7:55 am

Der Gelehrte und der Barbar, beide hatten wohl etwas getan, was sich zum einen sehr ähnelte, zum anderen aber auch absolut voneinander unterschied. Das Ergebnis war deutlich anders, die Auswirkung für beide aber wohl die gleiche: Ein hartnäckiger Brummschädel.
Amarokk kam hoch, und schon diese Bewegung ließ ihn einen Moment lang glauben, der Frostzahn, Gott über Schnee und sturmgepeitschte Höhen, habe ihm Eiszapfen in den Schädel gehämmert. Und das Brüllen in der Ferne war auch nicht hilfreicher. Es regte besagte Eiszapfen eher zum Wachsen an. Der Grauländer tastete über seinen Hinterkopf, nur um sich zu vergewissern, dass da wirklich nichts war.
Unterdessen war Tornik erheblich produktiver Laune.
Die Kette bricht
es rennt der Wolf
reißt Kehlen auf
verschlingt den Mond
, sprach er mit bedeutungsheischend tiefer Stimme.
Das ist kein Wolf knurrte Sigg, der da winselt! Ein verfluchter Drache ists. Was hast du gestern noch geradebrecht von Sonnenkönigen und Winterfürsten? Dichte lieber da weiter.
Später, entgegnete Tornik gleichmütig. Ich suche noch den Anfang. Und die Ketten und Kehlen klingen gut.
Aber da rennt kein Wolf!
Drache bringt den Rhythmus durch.
Dann sag nicht Drache, sag Wurm schlug der Speerträger vor.
Das Brüllen brach sich erneut bahn, explodierte regelrecht in der morgendlichen Stille der Silberberge. Schmerz alter Wunden und Wut, Zorn und verletzte Ehre, insofern ein Drache zu solchen Gefühlen überhaupt imstande war.
Wurm? Ich habe keine Lust, dieses Biest Wurm zu nennen.
Amarokk fand einen Becher mit einer klaren Flüssigkeit darin. Und zu seiner Überraschung war dieser Becher aus Steingut! Auf einer Seite war das Wellensymbol des Grauen Nebelwandlers eingeritzt. Diesem Geschenk sehr dankbar, nahm Amarokk einen tiefen Zug. Und spuckte aus. Bwah! Salzwasser! In einem schweren Moment wurde Amarokk bewußt, dass nicht einmal ein Gott eine Medizin gegen den morgendlichen Kater kannte, die besser schmeckte als Brackwasser. Um die Welt stand es wahrlich trübe. Gleichwohl, es wirkte. Seine Zunge war plötzlich wieder dünn genug, sich zu bewegen. Puh... eine schäbige Nacht... Amarokk erhob sich, den Becher in den Händen, und befand, dass Eclipse in ähnlicher Haltung auf seinem Lager saß.
Er bot ihm den Steingutbecher an. Hehe. Dafür, dass ihr die Nacht durchgeschlafen habt, seht ihr nicht allzu ausgeruht aus. Er bemerkte dabei die Wunde nicht. Die Rückseiten seiner Augen juckten.
Der Grauländer ließ den Blick schweifen. Er blieb an dem heruntergebrannten Lagerfeuer hängen. Einige dicke Äste waren nicht vollständig verbrannt, und ihre Enden noch nicht komplett zu feiner Asche zerfallen. Amarokk langte hin, hob einen der Stöcke hoch und betrachtete die dünne Rauchfahne, die davon ausging. Darüber hinweg sah er zu Eclipse. Hehe. Gelehrter. Ich weiß nicht, welchen Plan ihr so habt, aber ich hab mittlerweile einen. Er erhob sich steifbeinig. Allemann! HERG-bwäh-HERGEHÖRT! Amarokk schlug jenen Kasernenhofton an, den er seit seinem neunzehnten Lebensjahr gewöhnt war. Je lauter ein Hauptmann in der Schlacht, umso eher kamen seine Männer dem Befehl nach, denn auch den klügsten Befehl muss ein Soldat noch wahrnehmen können, wenn um ihn herum Knochen brechen und Eisen klirrt und der Feind ihn anspringt, um ihm die Eingeweide aus dem Leib zu schlitzen.
Schilde! Schilde zu mir! SCHILDE! Jeder mit einem Schild, Her Da MIT! Der Trick war, einzuatmen, die Luft in der Kehle zu halten und sie mitten im Wort herauszustoßen. Dadurch kamen zwar die feinen Nuancen der menschlichen Sprache etwas zu kurz und es wurde wirklich mehr ein Bellen daraus, doch immerhin konnte man meist noch verstehen, was der Schreier von einem wollte.
Tornik, Sigg und Kamaroth kamen herbei und hielten ihre Schilde hin; Amarokk zog den verkohlten Stock darüber ud schrieb ein einfaches I darauf. I für Iza. I für Eis.
Gelehrter sprach er dabei, Ich weiß noch immer nicht genau, was ihr tun wollt. Aber ich sage euch nun, was ich tue. Wenn der Drache kommt, dann machen wir einen Schildwall und ziehen sein Feuer auf uns. Ein Drache kann, so in etwa, zweimal Feuer speien, ehe ihm die Puste ausgeht. Danach wird er auf den Boden kommen, und dort nageln wir ihn dann fest. Er behandelte auch seinen eigenen Rundschild. Anschließend rannte er auf eine freie Fläche hinaus und kratzte neue Runen in den Boden.
Und an alle! Niemand tritt auf DIE-SE DING-ER DRAUF!
Er schrieb die Fallensteller-Runen für "Fangzahn". Oder anders genannt: "Schnapper". Er tat es mehrmals und an weit voneinander liegenden Orten. Was auch immer eure Fähigkeiten sind, Gelehrter, vielleicht habt ihr ja was, um mir bei diesem kleinen Plan unter die Arme zu greifen.

In diesem Moment fiel ein Schatten auf ihn, glitt vielmehr rasend schnell über ihn und die ganze Fläche hinweg. Der Drache überflog sie, kreiste über ihnen, und seine beiden Köpfe starrten rachsüchtig auf sie herab.

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>>... Und nichts sahen wir mehr von ihm als seine Klinge, die in die Schilde fuhr. Noch weit auf See hörten wir ihn schreien, und solang er noch schrie, war er auch nicht gestorben, und vielleicht kämpft und tobt und wütet er noch heute an steiniger Küste.<<

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BeitragThema: Re: [Bergkessel] Der Krug   So Apr 01, 2012 10:43 am

First post

Natürlich hatte Mion in erster Linie wegen der Belohnung angenommen. Sie war knapp bei Kasse, und auch wenn sie das Geld nicht zum Überleben brauchte, so hatte sie es doch satt, sich ständig von wurzeln und mehr oder minder gut gebratenen wolpertingern zu ernähren.
Und da war auch die Tatsache, dass sie sich seit ihrer Kindheit wünschte, einen Flugdrachen zu sehen.
Eigentlich reiste sie nicht gerne alleine, doch die andere Drachenjäger waren bereits aufgebrochen, als sie den Auftrag erhielt. So begnügte sie sich mit Torak, der zwar nicht gerade der beste Gesprächspartner war, doch trotzdem eine willkommene gesellschaft darstellte.
Mion war verständlicherweise sehr erfreut gewesen, als sie eine kleine Gruppe von Kriegern entdeckte. Sie hatte glück gehabt, sie einzuholen, da sich die Männer hauptsächlich an bereits bestehende pfade gehalten hatten und die junge Frau indes eine abkürzung über steile gebirgspfade gewählt hatte. Es war anstrengend gewesen, und einmal mehr war Mion froh darüber, Torak an ihrer seite zu haben, der einen Teil ihres Gepäcks trug.
Als sie nun die Drachenjäger erreichte, hielt sie sich am Rande verborgen und lauschte deren gesprächen. Beinahe wäre sie schwach geworden und hätte sich augenblicklich zu ihnen gesellt, da einer der Männer einen deftigen Eintopf verteilte. Doch sie wartete, denn sie wollte den anderen ihre anwesenheit erst am nächsten Tag offenbaren.
In der Nacht hatte sie beobachtet, wie zwei der Krieger seltsame Rituale vollzogen, und sich danach wieder schlafen legten. Als sie sicher war, dass alle tief und fest schlummerten, stahl sie sich zu dem topf, der noch immer herumstand, und löffelte gierig dessen verblieben inhalt heraus.
Am nächsten morgen sah sie leicht amüsiert zu, wie die beiden männer, die nachts ihre rituale ausgeführt hatten, mit einem offensichtlichen Brummschädel erwachten.
Eine Zeit lang beobachtete sie, wie einer, ein fallensteller und rauner einige schnapper auf den boden zeichnete und die schilde seiner gefährten mit runen versah.
Nun war die beste Gelegenheit. Mion herrschte den jungen Wolf an ihrer Seite an, still zu bleiben und sich nicht zu bewegen, dann kletterte sie aus ihrer deckung und ging sicheren Schrittes auf die Gruppe zu.
"Nun meine Herren, ich denke, ihr könntet bei eurer Drachenjagd ein wenig unterstützung gebrauchen."
Erwartunsvoll blickte sie in die Runde und wartete auf die Reaktion der Krieger.
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Eclipse van Dark
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BeitragThema: Re: [Bergkessel] Der Krug   Mo Apr 02, 2012 6:17 pm

In ganz typischer Manier, war Eclipse erste Reaktion auf Toriks und Siggs Gedichtsdiskussion, ein deftiges Augenrollen. Halloooo? Da war ein ungestümer Jungdrache mit zwei Köpfen im Anflug um sie alle zu fressen und die beiden hatten nichts besseres zu tun, als ober Wortlaute und Reime zu zetern? Verstehe einer die Grauländer, er tat es jedenfalls nicht. So blierb dem Gelehrten nichts anderes übrig, als sich seine Lederhandshcuhe an zu ziehen, denn er hatte keine wirkliche Lustd arauf, das man die Wunde an seinem Handgelenk bemerkte. Zugegeben amarokk schnallte momentan eh nicht viel, so verkatert wie dieser aussah. Auch schien dieser wundersame Steinbecher, mit dem Zeichen der grauen Wanderes, nicht den erwünschten Effekt zu haben. Der Barbar spuckte kräftig den Inhalt wieder aus und bot dann Eclipse diesen Trunk an. Gleichgültig zuckte der junge Mann die Schultern, nahm mit einem höflichen Nicken den Becher entgegen und wagte einen Schluck zu trinken. Sicher Wein oder Tee waren ihm lieber, doch das Salzwasser half gegen die Kälte in seinem Innern, drängte es doch etwas die dämonischen Energien zurück. So ganz nebenbei wurde er auch wieder klarer im Geist, denn die Kopfschmerzen ließen nach. So einigermaßen gestärkt, drangen auch endlich Amarokks Worte an sein Ohr und so hieß es antworten. Gleichfalls mein Freund, ihr saht auch schon einmal besser aus. Das aufkommende Schmunzeln wurde schnell unterdrückt, als er den Blick des Grauländers auf sich spürte. Wie eine Zecke saß ihm sein werter Freund mal wieder im Nacken, sprach immer wieder die Tatsache an, das er nicht wisse was der Gelehrte plante. Doch das war ja auch sinn und Zweck der Sache, denn der schwarzhaarige gab seine wahre Natur nur im äußersten Notfall preis. Diese finsteren Mächte mit denen er paktierte, waren nichts für zarte Nerven oder dümmlichen Fachidioten. So überließ er es gekonnt auch dem Barbaren die Gruppe auf Vordermann zu bringen, schließlich war die Idee mit den Schilden wirklich nicht schlecht. Doch warum wurde er wieder ausgegrenzt? Alle diese muskelbepackten Typen bekamen geraunte Symbole auf ihre Schilde gemalt nur Eclipse ließ man außen vor. War ja typisch, er besaß natürlich auch ein Schild aber nein, Amarokk kochte sein eigenes Süppchen. Gut das konnte er auch. Der Adlige ließ Amarokk weiter Befehle brüllen und zog es vor sich etwas um zu wenden. ~Baphomet nimm die Wolfsjungen und treib die beiden Pferde von dannen. Nicht das sie in die Falle rennen.~ Flüsterte er seinem Hengst leise zu, nutze aber die Sprache der Dämonen. Sein treues Ross gab nur ein missmutiges Schnauben von sich, schnappte sich den Beutel mit den beiden Jungwölfen und trabte so zu seinem Herrn. Eclipse versicherte sich das es den beiden gut ging und das sie nicht heraus fallen konnten und band sie dann gut am Sattel des Hengstes fest. Ich hoffe dies ist euch recht Wyrdar? Schließlich braucht ihr eure Fenriswölfin für den Kampf und das Gelände ist einfach zu gefährlich für die beiden. Der schwarzhaarige gab seinem Pferd noch einen freundschaftlichen Klaps und sah dann belustigt dabei zu, wie Baphomet die Stute von Amarokk, samt das braune Ross von Kamaroht davon trieb. Nun da diese Angelegenheit auch erledigt war, konnte es ja los gehen. Doch wieder weit gefehlt! Mitten aus dem Nichts schoss ein Weibsbild hervor, so wie es Pilze zu dieser Jahreszeit zu tun pflegten und schlagartig wurde der schwarzhaarige etwas bleich um die Nasenspitze. Warum jetzt? Warum hier? Wieso ausgerechnet DAS? Eclipse Augen verengten sich, ließen die violetten Iriden gefährlich Schimmern und das zu Recht! Nicht nur das seine Konzentration gerade munter einkaufen ging, nein, diese Frau schien auch darauf aus zu sein, sich ihnen an zu schließen. Ein Grund mehr die Flucht zu ergreifen. Ehe man bis drei zählen konnte, hatte sich Eclipse bereits abgewandt und Amarokk per Blick zu verstehen gegeben was er von dieser Idee hielt. Freund ich ziehe mich ein paar Meter zurück um auf meine Weise den Schildwall zu verstärken. Bitte achtet darauf das niemand in meinen Wirkungsbereich von 10 Metern tritt. Diese Angelegenheit dort überlasse ich eurer Weisheit. Im Klartext: Er wollte das dieses Weib ne Biege machte, sorgte zugleich für seine Privatsphäre und belog Amarokk eiskalt bei der genauen Begrenzungsangabe. In Wahrheit brauchte der Dämonologe nur 5 Meter aber er hatte schlichtweg keine Lust das Fachidioten seine Energieströme durcheinander brachten. Da leichte Paranoia eh sein stetiger Begleiter war, postierte sich der junge Mann weit hinter dem Schildwall und achtete peinlichst genau darauf einen hohen Felsen im Rücken zu haben. Die Fingerspitzen seiner linken Hand schoben sich unter das Leder der Handschuhe zu seiner rechten. Drangen selbst unter die Verbände und kratzen mit einem leichten Ruck die verschorfte Wunde wieder auf. Es war lästig alles mit seinem eigenen Blut machen zu müssen, doch das war nur ein Teil des Preises den man für einen Dämonenpakt zu zahlen hatte. Als die Fingerspitzen mit dem roten Lebenssaft benetzt waren, zog er die Hand zurück und kniete sich mit einem Knie auf den Boden. Mit geübter Manier malte der Adlige die Rune für Widerstand auf den Boden und murmelte zudem leise immer wieder die selben Worte:
Nemesis mein Wächter so rein,
schicke mir Kraft für des Feindes Pein.
Widerstand soll wirken sogleich,
rufe ich an die Kräfte des Dämonenreichs!

Es war schon praktisch die Sprache der Dämonen sprechen und auch schreiben zu können, wie man an jener Rune zu seinen Füßen unschwer sehen konnte. Es ersparte dem Gelehrten ständige Erklärungen und seltsame Blicke. Die meisten Menschen wären bei solchen Beschwörungsformeln wohl schreiend davon gerannt, schließlich zapfte der Dämonologe gerade die Energien des Engels an. Nemesis bezog seine Kräfte aus dem Dämonenreich und teilweise von Eclipse, es war also nur natürlich das sein Herr auch mal den Spieß umdrehte und sich die Macht seines Paktpartners lieh um den Drachen ordentlich die Leviten zu lesen. Widerstand leuchtete in strahlenden violett auf, ein Zeichen das seine Bemühungen fruchteten. Der schwarzhaarige konnte förmlich spüren wie ihn die Dunkelheit durchströmte und dennoch war es ein Wandeln zwischen Leben und Tod. Vorsichtig wurden diese Mächte auf die Schilde geleitet, wo sie sich Dank der Rune zu einem dünnen Schutzfilm katalysierten. Sollte der Drache Feuer speien, so würde den Gefährten wohl nichts geschehen, dennoch erforderte es viel Konzentration die Beschwörung aufrecht zu erhalten. Da war das pupertäre Gebrülle des Zweikopfes nicht unbedingt hilfreich. Unterdessen machte sich der Erzengel etwas abseits von alldem und gut verborgen, für den Kampf bereit.


Out: Bitte steinigt mich nicht für die Länge.QAQ" Zudem Willkommen an Bord Mion und auf einen schönen Plot.xD

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BeitragThema: Re: [Bergkessel] Der Krug   Mo Apr 02, 2012 11:38 pm

Der schwarzhaarige war Mion unsympathisch. Erst hatte er sie wie eine ausgeburt der Hölle gemustert und nun war er sich offensichtlich zu fein, ihr zu antworten. Stattdessen verzog er sich hinter seine gefährten, ohne Mion auch nur eines weiteren Blickes zu würdigen. Er sah aus wie ein typischer stadtbewohner, vermutlich irgendein Adeliger der sich zu schade war, mit dem gemeinen Fußvolk, insbesondere Frauen, zu kommunizieren. Obwohl es nicht das erste mal war, dass Mion sich Vorurteilen wegen ihres Geschlechts gegenübersah, ärgerte es sie doch.
Die junge Frau warf dem Schwarzhaarigen einen vernichtenden Blick zu und wandte sich dann an die anderen.
"Nun? Was sagt ihr? Ich mag ja nicht so aussehen aber ich weiß sehr wohl mit Schwert und Bogen umzugehen. Und schließlich kann man gegen einen Drachen nie genügend Mitstreiter haben!"
Sie hoffte, dass die übrigen Männer nicht vom Kaliber des Schwarzhaarigen waren und ihr mit etwas mehr akzeptanz begegneten. Immerhin standen Mions Chancen, das Ungetüm alleine zu erledigen, so zirka gegen 0. So schwer es ihr auch fiel zuzugeben, sie war auf die anderen angewiesen.
Um ihre freundlichen Absichten zu unterstreichen, löste die Frau die Schwertscheide von ihrem Gürtel, nahm ihren ohnehin unbespannten Bogen von dessen Haken neben der Scheide an ihrem Rücken und legte beides auf den Boden. Nur für den Fall, dass einige in der Gruppe ihre Sprache nicht verstanden.

OUT: hey erstmal alle zusammen! und danke eclipse für die freundliche begrüßung (nicht die deines charas ;P)
sorry jedenfalls, dass der post so kurz ist... und sorry dass ich hier so reinplatze, aber ich wollte endlich zu schreiben beginnen Smile
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BeitragThema: Re: [Bergkessel] Der Krug   Di Apr 03, 2012 2:28 pm

Amarokk warf Eclipse einen gereizten Blick zu. Hätte dieser schlichtweg mal seinen Schild vorgezeigt, er hätte seine Rune drauf bekommen. Doch ehrlich gesagt ging der Grauländer überhaupt nicht davon aus, dass sich der Gelehrte dem Schildwall anschließen wollte. Der diente schließlich noch zu einer ganzen Ecke mehr als einem schlichten Abschirmen von Feuer.
Das Tun des Mannes erregte Aufmerksamkeit, doch nicht lang. Der Neuankömmling verdiente diese Aufmerksamkeit nämlich sehr viel mehr; nicht zuletzt, weil er offenkundig eine Frau war. Hüftlange, schwarze Haare standen zwar auch bei manchen Kriegern - insbesondere den Nomaden - groß in Mode, doch die Fremde hatte auch noch andere Vorzüge, die sie als Frau auswiesen.
In allererster Linie aber trug sie Bogen, Schild und Schwert, und sie bot ihre Hilfe an.
Der Drache brüllte ein letztes Mal, zielte scharf und ging in den Sturzflug. Metallisch graue Schuppen glänzten, als er vom Himmel fiel, die ledrigen Schwingen an den Körper gelegt.
Amarokk reagierte. Hinsichtlich der Dame überließ Eclipse ihm ja auch die Entscheidung, und er hätte sich doch denken können, was jeder andere anwesende Mann - außer ihm - dazu meinen mochte. Ob Bogen oder Schwert, mach mit! Er fuhr herum, warf den qualmenden Stock weg und hob den Schild. Tief holte er Luft. Und jetzt Aufgepaaaaaaast! Zwei Worte, die eines waren. Abgehackt wie das Kläffen eines Hundes. Schild! Wall! Tornik, Sigg! Kamaroth! Zu mir!
Wyrdar trug keinen Schild, daher war sein Platz für den Moment noch in der Deckung eines Felsbrockens. Die anderen aber kamen dem Befehl nach. Kamaroth hob den Schild über seinen und Amarokks Kopf, Sigg und Tornik an die Seiten. Mion stand es noch frei, ob sie sich mit ihrem Bogen bereit machte oder mit ihrem Schild den Wall verstärkte.
Der Drache fiel vom Himmel und in den Krater, seine Flügel öffneten sich krachend wie Segel, die von Windböen getroffen wurden. Kaum zwei Mannslängen hoch schoss er über den Boden und nahm Ziel, kniff seine vier gelben Reptilienaugen zusammen und öffnete die Mäuler.
Amarokk schielte durch eine Lücke und sah ihn kommen. Und jetzt dicht. DICHT!
Und dann Feuer. Eine Flammentaufe peitschte aus den Rachen der zweiköpfigen Bestie. Unmittelbar darauf schlossen sich die Lücken im Schildwall mit dumpfem Krachen. Das Feuer leckte darüber, und die Runen erwachten zum Leben. Sie dampften, eine eisig kalte Nebelwolke umhüllte die Schildträger und zischte und spuckte im Kampf mit der massiven Hitze, doch es gab keinen Schaden. Viermal war die Rune gewirkt; auch wenn Mion ihren Schild nicht behandelt hatte, genügte es doch, sie zu schützen.
Der Drache klappte die Mäuler zu; er hatte kurz vor dem lebenden Bollwerk in der Luft gebremst und seine Ladung darauf gespien, doch nun warf er sich beleidigt brüllend wieder in die Höhe, wobei er seinen Schwanz im Aufwärtsstoßen gegen den Schildwall krachen ließ.
Siggs Seite traf der Schlag am heftigsten; der Grauländer wurde von der Wucht des Schweifs erst gegen Amarokk, dann zu Boden geschleudert. Keuchend kam er wieder hoch.
Und sie alle starrten auf den Schild, der von irgendetwas sehr Sonderbarem umhüllt war. Und das Überraschendste: Er ist nicht geborsten, fasste Tornik das Wunder zusammen. In der Tat, der Schild war heil.

Hoch oben am Himmel warf sich der Drache herum, wirbelte in einer rasanten Kehrtwende dem Erdboden zu, und diesmal klappte er die mächtigen Schwingen, die ihn hoch hinauf katapultiert hatten, nicht ein, sondern gab jegliche Spannung in seinen Flügeln auf, sodass sie im Abwärtsgang über ihm flatterten wie unnütze Anhängsel. Der Erdboden zog, und er ließ sich ziehen, fiel vom Himmel wie ein Stein.

Amarokk rief zur Ordnung zurück. Schildwall! Schildwall! Aufstellung! Er kommt zurück!
Der Aufprall war heftig, für jede lebende Kreatur im Krater regelrecht spürbar. Der Drache landete auf den Füßen. Seine Klauen sanken tief hinein in den Schlamm, doch seine Muskeln katapultierten ihn sofort wieder heraus. Mit gestreckten Krallen sprang er den Schildwall direkt an, ein ohrenbetäubendes Röhren platzte regelrecht aus seinem Maul.
Und vor! Amarokk und alle anderen Mitglieder des Schildwalls stemmten einen Fuß vor und hielten gegen das, was da kommen mochte und sie nichtmals richtig sehen konnten.
Mensch und Tier, Holz und Schuppen krachten aufeinander, doch wie durch ein Wunder splitterten die Schilde kaum. Der reine Stoß jedoch erschütterte sie mehr als genug; der Schildwall löste sich auf, weil mehr als einer von ihnen mit taubem Arm in den Dreck fiel. So wie Amarokk etwa. Der Grauländer spürte seinen linken Arm nicht mehr und musste sich mit einem raschen Seitenblick vergewissern, dass dieser noch da war.
Einen halben Herzschlag lang fürchtete er, der Drache wäre im nächsten Moment über ihm und würde ihm den Kopf abreißen. Doch das Biest brüllte stattdessen in purer Empörung, denn beide Hinterpranken und ein Vorderbein steckten bis zur Kniescheibe in den Schnappern. Die Erdfallen hatten sich wie Mäuler in die Höhe gestülpt und hielten ihn fest.
Definitiv noch frei aber waren des Drachens zwei Köpfe und der umherpeitschende Schweif.

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BeitragThema: Re: [Bergkessel] Der Krug   Di Apr 03, 2012 6:55 pm

Der Drache war gigantisch. Mion bereute es ein wenig, den todesmutigen Auftrag angenommen zu haben, doch nun musste sie mit der Situation klar kommen. Als das Monstrum zum ersten Mal angegriffen hatte war sie intuitiv in die Hocke gegangen und hatte sich nach hinten weggerollt, die hand an ihrem Bogen. Sie konnte deutlich hören, wie die in akribischer Arbeit angefertigte Waffe einige Kratzer abbekam. Innerlich fluchte sie. Um den Bogen wieder schön hinzubekonmen würde sie ihn polieren müssen.
Sie hatte die Hitze des Feuers auf ihrer Haut gespürt und die Wucht des Aufpralls. Aus dem Augenwinkel beobachtete sie, wie der Drache zum Schlag mit seinem stachelbewährten Schwanz ausholte. Jetzt musste schnell etwas unternommen werden. Vielleicht konnte sie das Tier mit einem Pfeil verwunden, sodass ihre mehr oder weniger freiwillig neu gewonnenen Gefährten ihm den Garaus machen konnten.
Zum Glück hatte sie ihre Sehne immer fest um einen der Wurfarme gewickelt und nur auf einer Seite ausgehängt. Rasch wickelte sie nun die Sehne ab, stellte den Bogen gegen ihren Fuß und lehnte ihr gesamtes Gewicht darauf. Der Bogen schien sich absichtlich gegen sie zu stemmen. Zentimeter um Zentimeter näherte sie die Sehne dem Holz. Es dauerte länger als gewöhnlich, doch schließlich hatte Mion den Bogen bespannt. Mittlerweile hatte sich das Ungetüm wieder in die Lüfte erhoben und setzte erneut zur Attacke an. Es ließ sämtliche Spannung aus seinen Flügeln und fiel wie ein Stein - direkt auf den Schildwall zu. Hilflos sag Mion zu, wie es mit großer Geschwindigkeit in den Wall krachte und die Männer zu Boden warf. Die junge Frau wusste, dass es zu spät war, die anderen Krieger zu retten. Plötzlich kam ihr eine Idee. Am Boden befanden sich immer noch die Schnapperfallen und die Pranken des Drachen waren nur eine Elle von deren wirkungsbereich entfernt. Laut pfiff Mion durch die Zähne. Im nachhinein war das vermutlich das lebensmüdeste was sie tun konnte. Aber es funktionierte. Das Tier war es nicht gewohnt, dass irgendetwas in seinem Umfeld seine Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollte. Wohl eher das Gegenteil. Irritiert trat es einen Schritt zurück - und die Falle schnappte zu. Wutschnaubend warf der Drache den Kopf herum und schnappte nach den Männern, die noch längst nicht außer Gefahr waren.
Mion riss einen Pfeil aus ihrem Köcher der bei ihrem Ausweichmanöver auch einiges abgekriegt hatte und legte ihn auf die Sehne. Sie drehte sich ein Stück, ergriff die Bogensehne direkt unterhalb des Schafts des Pfeils und zog zurück, während sie die Zielvorrichtung auf augenhöhe hob. Sorgfältig zielte sie und ließ den Pfeil von der Sehne schnellen. Er traf die Schuppen des Monsters ziemlich gerade und mit all der Kraft, die Mion aufbringen konnte. Doch er bohrte sich nur ein kleines Stück in dessen Brust und blieb stecken. Das Vieh hatte wohl Schuppen wie eine Rüstung! Noch einmal feuerte Mion einen Pfeil auf das Tier - einen Pfeil, der Eisen hätte extrem beschädigen können - und traf dessen Flanke, mit dem gleichen Ergebnis wie vorhin.
Nun fluchte Mion laut hörbar, dass selbst ein Seemann erbleicht wäre. Sie erblickte ihr Schwert auf dem Boden, sprang darauf zu und hob es im laufen auf. Dann beorderte sie Torak zu sich, während sie auf die Männer zu lief.
Als sie den heißen Atem des Wolfes neben sich spürte, drehte sie sich um und nahm den Schild von seinem Rücken, wo sie ihn für die Wanderung festgeschnallt hatte. Da sah sie die Runen auf den Schilden der Gefährten.
I.
Iza.
Eis.
Trotz der widrigen Umstände musste Mion lächeln. Der Rauner war offensichtlich nicht auf den Kopf gefallen. Sie fuhr sich mit der Klinge ihres Schwertes leicht über den Finger und zeichnete, so gut wie eben möglich, die Eisrune auf ihren Schild.
"Alles in ordnung mit euch?"


Zuletzt von Mion am Mi Mai 09, 2012 8:41 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Eclipse van Dark
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BeitragThema: Re: [Bergkessel] Der Krug   Do Apr 12, 2012 5:46 pm

Hätte es nicht so verdammt unepisch ausgesehen, hätte Eclipse liebend gern mit den Augen gerollt. Es war klar das Amarokk die Unbekannte einfach aufnahm, sei es aus Gründen zur Stärkung der Kampfkraft oder anderer Vorzüge wegen. So blieb dem Gelehrten nichts anderes übrige als es hin zu nehmen, das die Schwarzhaarige sich dem Schildwall anschloss. Natürlich prallten die nicht besonders netten Blicke der beiden, sang und klanglos an ihm ab. Er kochte halt immer sein eigenes Süppchen, schließlich stand Eclipse nicht auf der Stufe eines Kriegers und zog demnach auch eine andere Handlungsweise vor. Ob er dabei aneckte oder sich unbeliebt mache, kümmerte ihn da wenig. Ebenso wie der Drache sich darum scherte, wer denn nun als nächstes sein Mittagsimbiss werden würde. Das Reptil setze zu einem majestätischen, wenn auch lauten Sturzflug an und so bellte Amarokk dementsprechend seine Befehle. Der schwarzhaarige musste leicht Lächeln vor Spott, schließlich gehorchten ihm die Männer aufs Wort und so stand der Wall im Nu. Gerade rechtzeitig wie es schien, denn schon war der Drache heran und spuckte zwei glühende Feuerladungen auf die Schilde. Doch der Grauländer beherrschte wohl das Raunen besser als die Menschenkenntnis und so blieben sie alle trotz großer Hitze heil. Selbst Eclipse spürte die Macht des Drachenfeuers auf sich wirken, schließlich bekamen seine Energien es ebenso zu spüren. Aber damit war nicht genug, warf sich das Untier doch beleidigt wieder in die Höhe und donnerte seinen Schwanz wie eine Peitsche gegen die Seite des Schildwalls. Der Dämologe musste arg die Zähne zusammen beißen um diesen Angriff einigermaßen mit der Rune blocken zu können, schließlich saß seine ganze Konzentration mittlerweile daran das Energieschild aufrecht zu erhalten. Die Wucht des Aufpralls riss Sigg zu Boden, doch Widerstand verhinderte das bersten von Knochen, auch wenn die Rune dadurch ihre Wirkung verlor. In jenem Moment sank auch Eclipse in sich zusammen, musste sich der Mann doch mit der Hand am Felsen abstützen um nicht um zu fallen. mit den Blick auf den Boden, merkte er erst jetzt das er ein paar Zentimeter zurück gerutscht war. Der Drache musste sehr mächtig sein um solch eine Beschwörung einfach mal ein gutes Stück weg zu schieben. Während der adlige noch um Atem rang und versuchte die aufkommenden Kopfschmerzen im Zaun zu halten, zog es das Biest vor sich wie ein Stein auf den Boden krachen zu lassen. Selbst hier hinten erzitterte der Boden bei diesem wuchtigen Aufschlag. Doch wiedereinmal hielt der Schildwall dem Viech stand, auch wenn dafür ein Großteil in den Schlamm geworfen wurden. So aber nicht dieses Weib, zog sie es doch vor die Aufmerksamkeit des Drachen auf sich zu lenken, das dieser dann in die Erdfallen latschte, war für dieses Weibsbild Glück genug. aber ob es wirklich gesund war? Der schwarzhaarige ließ seine violetten Pupillen zu dem Gefangenen schweifen, sah dessen ungehaltenen Zorn in den gelben Augen auflodern und ja so seltsam es auch klingen mag, der Adlige verstand die Nöte dieser Kreatur. Was aber nicht heißen sollte, das er gewillt war ihr zu helfen. Solch ein Tier wäre wohl das Goldstück seiner Sammlung gewesen, doch jedes Kind wusste das Drachen sich in der Form von niemanden zähmen ließen. So sicher auch nicht von unserer heldenhaften Dame hier, die es doch für klug hielt den ein oder anderen Pfeil auf das Reptil zu schießen. Doch außer ein Augenrollen vom Adligen und ein böses Brüllen vom Drachen, erreichte sie damit nichts. Da konnte man ja gleich mit Wattebällchen werfen. Eclipse seufzte leise, ignorierte ihre Befehlstuerei zwecks Tornik herumkommandieren und begab sich so an die Front. Etwas von Amarokk entfernt, hielt der Dämonologe schließlich an und nahm den Drachen ruhig ins Visier. Reine Waffengewalt wird nichts bringen stattdessen benutz deinen Kopf Mädel. Der Drache ist an den Flügeln, den Bauch, den Augen oder dem Rachen am empfindlichsten, doch solltest du seine Raserei nicht unterschätzen. Entweder ihr ermüdet ihn weiter bis sich der Gnadenstoß anbietet oder wir bringen die Sache jetzt mal ein bisschen voran. Innerlich blutete sein Herz schon ein wenig, schließlich fühlte sich Eclipse diesen Kreaturen auf sonderbare Weise verbunden. So verneigte sich der junge Mann auch kurz vor dem wütenden Untier, ehe er es vor zog endlich seine mächtigste Waffe in den Kampf zu schicken. ~Nemesis ich möchte unser beider Zeit nicht länger verschwenden und befehle dir somit am Kampf teil zu nehmen. Bekämpfe den Drachen mit allen was du hast, verschone aber das Leben der Gruppe und falls deine Vision sich erfüllen sollte, so erwarte ich deinen Schutz.~ Eclipse kam nicht umhin ein, bei ihm sehr seltenes, Lächeln zu zeigen, auch wenn es eher kühl und zynisch wirkte. Eine einzelne schwarze Feder viel zu Boden und ihr hinterher stürzte eine geflügelte Gestalt. ohne Zweifel ein Engel aus jenen Märchen der Menschen, doch dieser hatte schwarze Schwingen und peilte nun mit einem ebenso nachtschwarzen Katana bewaffnet, den Rachen des Drachen an. Der Stahl blitze in der Sonne auf als Nemesis versuchte das Maul des rasenden Untiers zu treffen, so sauste die Klinge im nächsten Moment auch schon auf dieses nieder.

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Amarokk Haggadirsson
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BeitragThema: Re: [Bergkessel] Der Krug   So Apr 15, 2012 9:32 pm

OUT: Sorry, kurz. Demnächst wieder besser

Amarokk kam wieder hoch. Die Frau tauchte neben ihm auf. "Alles in Ordnung mit euch?"
Was? Ja! rief er unnötig laut, als habe er einen Hörsturz, Ja! Bestens! Beneidenswert geschmeidig im Kettenhemd kam er auf die Beine. Er sitzt fest!
Und dann fiel die schwarze Feder, und der schwarze Schatten folgte ihr nach, glitt über sie alle hinweg. Für einen ganz kurzen Moment starrten sie alle nach oben, Menschen und Wölfe und sogar der Drache, denn sie alle spürten, was von diesem Ding da oben ausging. Die Aura eines Dämonen ist vielleicht nicht gerade ein Leuchtfeuer, solang sich der Dämon verborgen hält, doch sobald man ihn sieht, ist es höllisch schwer, den Blick von ihm zu lösen.
Was ist das?!? kam es von Sigg.
Ein Vogel? Ein Engel?
Was beim Abgrund ist ein Engel?
Nemesis stieß vom Himmel, mit der Sonne im Rücken, und seine Klinge blitzte auf den einen Kopf des Drachen herunter. Der Hieb ließ metallischgraue Schuppen regnen und ein schmerzerfülltes Brüllen hören. Nur eine Sekunde später schoss die Fenriswölfin in den Kampf hinein; mit gebleckten Zähnen attackierte sie denselben Kopf und presste den Hals in einen Schraubstockgriff zwischen ihren Kiefern.
Egal, was es ist!, blaffte Amarokk nun, Es ist auf unserer Seite! Und das ist, was zählt! ANGRIFF! Er stürzte sich ins Gefecht. Der zweite Drachenkopf, der soeben seinem "Bruder" hatte helfen und die Fenriswölfin attackieren wollen, sah ihn aus den Augenwinkeln kommen und zuckte herum, eine Feuerzunge entsprang seinem Maul.
Amarokk riss den Schild vor sich; mit pulsierendm Silberlicht erwachte die Eis-Rune zum Leben. Eisnebel brandete auf, stieg in zahllosen Fahnen vom Schild und zischte wie ein Schlangennest. Der Drache ließ den Feuerstrahl abbrechen; mit ärgerlichen Fauchen starrte er auf den unversehrten Schild. Und brüllte ohrenbetäubend, dass eine Ladung Speichel in Amarokks über den Schildrand lugendes Gesicht spritzte.
Amarokk senkte den Schild. Und brüllte ebenfalls! Auch er spuckte dabei, doch es war wohl zuwenig, um ähnlichen Eindruck zu machen. Daher drosch er dem Biest den eisenbeschlagenen Schildrand so hart unter den Kiefer, dass es knallte. HAH!
WOHA! Kamaroth war da; sein Hammer krachte dem Drachen auf den Schädel. Sigg, Tornik und Wyrdar stürzten sich auf die Flanken des Drachen; Speer und Schwerter sirrten nieder, prallten vom Schuppenpanzer ab oder gruben sich ins Fleisch.
Der Drache brüllte, rasend vor Schmerz.
Knacken. Knirschen. Er spannte seine Muskeln an. Erde protestierte gegen seine Anstrengung. Und gab nach.
In einem Wirbel aus Dreck und Schmutz flogen die Schnapper auseinander, und der Drache prellte, auf zwei Beinen stehend, zurück.
Amarokk wich erstaunt zurück. Bei den Toten, der ist stark!
Nicht fliegen lassen! bellte Sigg, und sein Speer schlug einen tiefen Schlitz in eine Schwinge. Das Gewicht der noch immer im Hals verbissenen Fenriswölfin zog zusätzlich an ihrem Gegner, der sich vergeblich abmühte, wieder auf Höhe zu kommen.

_________________
Soundtrack (reisend)


>>... Und nichts sahen wir mehr von ihm als seine Klinge, die in die Schilde fuhr. Noch weit auf See hörten wir ihn schreien, und solang er noch schrie, war er auch nicht gestorben, und vielleicht kämpft und tobt und wütet er noch heute an steiniger Küste.<<

Tornik Jonsson schrieb >>Der Berserker<<


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Mion



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BeitragThema: Re: [Bergkessel] Der Krug   Di Apr 17, 2012 9:42 pm

Als der grauländer sie angebrüllt hatte war mion ein wenig verwirrt gewesen und hatte in einem leichten anflug von unsicherheit die augenbrauen hochgezogen. Doch viel zeit ihre verwirrung zu präsentieren hatte sie nicht, denn im nächsten moment schoss ein dunkler schatten über sie hinweg. 'Na toll, hat das vieh jetzt ein junges oder was?' dachte mion. Aber dieses wesen schien kein drache zu sein, nein, die majestätischen, gefiederten schwingen ließen auf einen vogel oder etwas ähnliches schließen.
"Was ist das?!?" Fragte einer der grauländer.
"Ein Vogel? Ein Engel?" rief ein anderer.
"Was beim Abgrund ist ein Engel?" mann, offensichtlich gab es im hohen norden keine märchen und legenden...
Mions gedanken wurden von einem wütendem brüllen seitens des drachen unterbrochen. Die junge frau schüttelte leicht den kopf und stellte fest, dass sie ihn in den nacken gelegt hatte. Nun blickte sie hinüber zu dem drachen und konnte gerade noch eine aufblitzende klinge und dunkle federn erkennen, bevor es viele heiße blutstropfen regnete. Torak stand neben ihr und kniet den schwanz ein, und auch mion spürte durch das geistige band die dunkle aura des wesens und zuckte unwillkürlich zusammen. "sei nicht so feig!" zischte sie den wolf an, der sich, von ihrer anschuldigung provoziert, gleich hinter der fenriswölfin auf das Ungetüm stürzte. Mion lächelte. In vieler hinsicht war ihr begleiter einfach wie ein kind.
"angriff!!" hörte sie jemanden rufen und packte ihr schwert fester. Sie lief ein stück hinter den anderen her und änderte ihren kurs ein wenig zugunsten des nicht-verbrannt-werdens. Vermutlich hätte ihr schild genug schutz geboten, doch sie ging lieber kein risiko ein. Die frau machte einen bogen nach rechts und blieb neben einer schwinge des drachen stehen. Etwas weiter links schlugen die anderen mit allen möglichen waffen auf die schuppen ein. Mion beschloss, dass es nicht sinnvoll wäre, das gedränge vor dem vieh noch weiter zu verdichten, also blieb sie, wo sie war und setzte mit ihrer klinge der flughaut des drachen ordentlich zu. Zwar funktionierte dies nicht so gut wie erhofft, da das Monstrum mion mit einem flügelschlag von den füßen fegen konnte, aber mit genügend vorsicht brachte sie dennoch mehrere tiefe wunden zusammen. Gerade tänzelte sie unter einem weiteren flügelschlag hinweg als sich der drache aus den schnappern befreite. Kurz entschlossen rammte die junge frau das schwert mit aller wucht in die seite des drachens und zog sich ein stück an dessen schuppen hoch, wobei sie ihre tunika hoffnungslos zerfetzte. War sie eigentlich lebensmüde? Mion bekam eine der stacheln zu fassen und schwang sich auf den rücken des viehs, wobei sie ihr schwert nicht ohne große kraftanstrengung aus dessen seite riss. Schnell überprüfte sie ihren zustand: alles war noch dran, aber bei dem waghalsigen manöver hatte sie plötzlich einen stechenden schmerz in ihrem linken arm verspürt, der jetzt, von ihrem schild beschwert, kraftlos an ihrer seite hing. Innerlich verfluchte mion ihre unüberlegtheit. Doch jetzt gab es kein zurück mehr. Langsam zog sie sich ein stück in richtung des kopfes, wobei sie einigen angriffen des anderen nur knapp auswich. sie klammerte sich fest an den hals des drachen.
"die augen und rachen sind am empfindlichsten" hatte der schwarzhaarige gesagt.


Out: sorry dass es so kurz is und so lang gedauert hat, aber ich musste für den physik test am do lernen...
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