Söldnerklingen

Banditen und Bestien, Monster und Meuchelmörder - sei ein Jäger, Kämpfer, Kriegsherr, Schwurgeber. Steige auf, meistere Magie und schare Diener und Gefolgsleute um dich!
 
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 Amarokk Haggadirsson (Grauländer) (fertig)

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AutorNachricht
Amarokk Haggadirsson
>I< Mann mit Axt >I<
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Anzahl der Beiträge : 83
Anmeldedatum : 29.11.11

BeitragThema: Amarokk Haggadirsson (Grauländer) (fertig)   Di Nov 29, 2011 3:36 pm

Steckbrief



Ich bin, wo ich bin,
weil ich härter war als die Härtesten,
Zäher als die Zähesten
und gerissener als die Gerissensten.
Und ein aufrichtiger Mann bin ich dabei geblieben.



Grundsätzliches






Vorname: Amarokk

Name: Haggadirsson

Nationalität: Grauländer

Geschlecht: Männlich

Alter: 30

Größe (in m): 1,90 m

Gewicht (in kg): 105 kg

Aussehen (wahlweise mit Bild und Text oder reiner Text):


Ein charismatischer Anführer und Krieger, der es sogar schafft, im schlichten Leder des einfachen Mannes erhaben auszusehen. Mittellanges, helles Haar und ein gepflegter Bart in einem markanten, wettergegerbtem Gesicht sprechen von einer gewissen Eitelkeit, die er auch bei jeder sich bietenden Gelegenheit an den Tag legt. Sein Gesicht spiegelt pure Lebensfreude wider, sein Lächeln ist meist ansteckend, und es ist längst nicht so vernarbt wie der Rest seines Körpers.
Ach ja, der Rest des Körpers. Relativ schlank, stark, weniger muskelbepackt als man es von den barbarischen Wilden jenseits des Meeres erwartet und auch weniger großgewachsen, dennoch ist seine Körperkraft nicht zu verachten. Sein Körper besitzt zahlreiche Narben, in erster Linie Schnittwunden, und weisen ihn sogleich als Krieger aus. Der Stich eines Speeres am linken Bein vor etwa fünf Jahren lässt ihn ein ganz klein wenig hinken, doch erst mit höherem Alter wird man ihm dies wohl wirklich anmerken. Noch behindert es ihn nicht; ein geübter Kämpfer wird sie allerdings erkennen können.




Persönlichkeit






Euer Charakter beschreibt sich selbst mit 7 Eigenschaften/Worten:

~ Absolut furchtlos
~ Erfinderisch und neuen Ideen aufgeschlossen
~ Wunderbare Gesangstimme
~ Geboren, seinen Hintern auf einem Thron zu wärmen!
~ Ein Anführer, wie es keinen Zweiten gibt!
~ Charismatischer Redner mit anziehender Wirkung auf Frauen
~ Ich bin doch eigentlich ein kreuzguter Kerl, nicht wahr?


Jemand anders (wer?) beschreibt euren Charakter mit 7 Eigenschaften/Worten:

~ Missachtet das Katastrophale einer Situation mit der Behauptung, nur das Positive zu sehen
~ Experimentierfreudig. Manchmal etwas zu sehr. Wozu kauft er dieses dämliche Schießeisen?
~ Brüllt wie ein Esel mit Pfeil im Arsch, wenn er singt. Aber dafür hört man seine Befehle selbst im dichtesten Lärm.
~ Er führt dich durch die Hölle, ohne Rücksicht auf Verluste. Manchmal, da hasse ich ihn, wenn es mal wieder kracht und donnert drumherum!
~ Zugegeben. Irgendwie bringt er eben jeden dazu, mitzumachen. Er reißt einen mit, und so kann er hinterher stets behaupten, wir wären freiwillig mitgegangen.
~ Er wäre anziehend, würde er sich öfter waschen (eindeutig Worte einer Frau). Und wortgewandt? Er redet viel; besonders wenn er betrunken ist. Meist ist es Blödsinn. Hin und wieder aber kommen ihm gute Einfälle.
~ Manchmal n arroganter, selbstverliebter Sack. Aber was will man machen? Er ist der Chef, Aye? *Stimme aus dem Off* AYE!

Das große Ziel:

Ein Leben auf eigenem Grund und Boden, ein voller Speicher, eine ebenso volle Schatzkammer, gut genährte Kinder, eine gebärfreudige Frau, aufregende Abenteuer zu Wasser und zu Lande.
Im Vorrang steht allerdings die Eroberung des Thrones der Graulande (zurzeit hockt sein Bruder drauf, der in der Erbfolge nicht warten mochte und eine Verschwörung gegen den eigenen Vater in Gang setzte, was zu dessen Tod führte. Somit schuldet Amarokks Bruder ihm eigentlich ein Wergeld, doch im Falle eines Vatermordes kann man sich für gewöhnlich nicht rauskaufen).




Ausrüstung/ Bewaffnung/ Talente






Hauptwaffe (bevorzugt): Bartaxt


Nebenwaffe: Ein Kurzschwert namens "Jötendreck": Es liegt eine feine Ironie in der Tatsache, dass Amarokks vortreffliche Axt keinen Namen trägt, dafür jedoch ein Kurzschwert aus minderwertigem Eisen. Jeder andere hätte dieses überlange Hau-Messer nichtmals als Geschenk gewollt und einfach beim nächstbesten Schmied einschmelzen lassen. Doch Amarokk hält an seiner treuen Klinge fest; wann immer sie das Blut des Feindes schmecken darf, widmet er sich anschließend mit Hingabe ihrer Pflege. Er verwendet sie sogar für Runenmagie, auch wenn es anschließend ewig dauert, die Schäden zu beheben...
Der Name bezieht sich übrigens genau aufdie Qualität des Eisens: Die Jöten sind der Sage nach riesenhafte Gestalten, die in den unzugänglichen Gipfeln der Berge hausen und sich von Stein ernähren. Und das schlechte Eisen, das bei diesen Steinefressern hinten raus kommt, ist folglich "Jötendreck".



Schilde zählen nicht als Waffe, sondern sind Standart-Ausrüstung

Rüstung/ Kleidung: Amarokk trägt eine Rüstung aus Eisen, zu der ein Helm mit Nasen- und Wangenschutz gehört. Sein Rumpf wird durch ein knielanges Kettenhemd geschützt, in der Hüfte durch den Schwertgurt geteilt. Die Arme schützt gehärtetes Leder, während die Hände Panzerhandschuhe tragen. Die Stiefel sind bis zu den Knien durch Metall verstärkt, ebenfalls die Spitzen.
Amarokks gewöhnliche Kleidung besteht dagegen aus Wolle und Pelz.

Talente/Magie (jeder Charakter verfügt über 7 Fähigkeitspunkte):

~ Weissagung
~ Raunen
~ Fallenstellen

Sonstige Ausrüstung:

~ Luntenschlossmuskete: Ein fahrender Händler aus dem Süden verkaufte ihm diese "Wunderwaffe", mit der er nichtmals ein Scheunentor trifft (gilt nicht als Waffe, sondern Objekt zum Rumalbern)
~ Munition in Form von neun Steinkugeln und einer Lederflasche Schwarzpulver, außerdem Luntenschnurr
~ Ein Topf aus Gusseisen: Kein Barbar ohne seinen Topf! Und was kocht er darin? Eintopf!
~ Eine Pfeife aus Zinn
~ Werkzeug für Bannmagie, darunter Kreide, ein Silberdolch und ein Seidenschal
~ Ein Ochsenhorn, welches zum Behälter für Kohle umfunktioniert wurde
~ Ein Satz Runensteine im feinen Samtbeutel, aus Rosenquarz (eindeutig Geschenk einer Frau)



Reittier, falls vorhanden (Wechselhäuter geben ihre tierischen Begleiter an):

~ Eine treue Stute, die er liebevoll "Schindmähre", "Ackergaul" oder "Notration" nennt




Lebenslauf







Übersicht:


Die Sache mit dem Schwein - Zeig keine Furcht!!!

Das erste Kind Haggadir Ontarikssons war eine Tochter, und weil es ein harter Winter war und ein König der Graulande keine erstgeborene Tochter haben sollte, ließ er es im Bach ertränken. Um sicher zu gehen, riet ihm ein Freund, die Frau zu verstoßen, doch diesen Schritt ließ er aus und jagte stattdessen den Freund zum Tor hinaus.
Das zweite Kind war ein Sohn, und weil er der Erstgeborene war, wurde er nach seinem Vater benannt. Dieser Sohn machte Haggadir zwar glücklicher als die ertränkte Tochter, doch er sollte ihm noch weit mehr Kummer bereiten.
Amarokk Haggadirsson wurde als fünftes Kind geboren, und wie es sich gehörte, wurde er mit seinem zehnten Lebensjahr zu einem Vasall seines Vaters gebracht, um fern seiner Familie zu lernen.
Der Name dieses Vasallen war Worrikk. Und er war verrückt, was jeder wußte, man jedoch in Kauf nahm.

"Keine Furcht!!!", blaffte Worrikk vom Felsvorsprung herunter, "Zeige niemals Furcht! Nur die Furchtlosen werden überleben! Angst ist dein Feind, Angst allein kann einen wahren Krieger verletzen!"
"Ich befürchte, Herr", wagte Skell einzuwenden, "dass Furchtlosigkeit allein ihn nicht vor den Hauern schützen wird."
Unter ihnen rannte Amarokk Haggadirsson durchs Gras, und weil er dabei kreischte wie ein Mädchen, schnaubte Worrikk nur "Blödsinn" in Richtung des Wächters und bezeichnete den Jungen, den man ihm als Mündel anvertraut hatte, anschließend als feuchten Ziegenfurz und noch viel unbrauchbarer als das Wildschwein, das ihm nachjagte.
Und so lernte Amarokk, dass man niemals Furcht zeigen sollte, und er trug eine hässliche Narbe am linken Oberschenkel davon, die ihn noch lang daran erinnern sollte.

Amarokk blieb nur zwei Jahre lang bei Worrikk. In dieser Zeit lernte er nicht nur, keine Furcht vor Wildschweinen zu haben, sondern auch den Kampf mit Schild und Schwert, das Zechen (von dem der Junge nur sehr wenig mitbekam, da er selten mehr als drei Hörner Bier vertrug. Hörner als Trinkgefäße waren fies; man konnte sie einfach nicht abstellen) und hatte seine erste Begegnung mit dem weiblichen Geschlecht (in Form einer Ladung eiskalten Brunnenwassers). Der Junge wäre auch noch länger bei Worrikk geblieben, doch in seiner zwölften Wolfsnacht, jener winterumspannenden und bis zum Frühling nicht endenden Finsternis, weckte ihn Skell mit den Worten "Dein Vater ist tot. Und du wirst der Nächste sein, wenn du dich nicht bewegst!"
Amarokk war nicht der Nächste, denn er bewegte sich. An seiner Stelle starb ein Junge aus dem Gesinde, der ihm so ähnlich war, wie sich zwölfjährige Jungen eben ähnlich sehen. Skell hatte ihn niedergeschlagen und in Amarokks Bett gelegt. Sie waren längst fort, als die Gefolgsleute des Verräters ins Zimmer traten und ihm die Kehle durchschnitten. Die Verwechslung flog nicht auf; niemand, der Amarokk kannte, warf noch einen Blick auf die Leiche, und das Verschwinden des Jungen wurde nicht zur Kenntnis genommen. Zumindest von niemandem, der bedeutsam war. Denn Worrikk hatte sich zwar dem Willen seines neuen Schwurrherren gebeugt, doch er hatte nur den Flur hinab gedeutet und geknurrt: "Tut es selbst, wenn ihr euch an dem Kind vergreifen müsst."

Später erfuhr Amarokk, dass sein eigener Bruder den Tod des Vaters verursacht und die Meuchelmörder geschickt hatte. Und weil man dies eben so tat, schwor er Rache. Und Skell sagte ihm, dass das auch ganz recht so war.
Skell war durch eine Frau namens Sigrun Eponasdottir vor dem Anschlag gewarnt worden; Amarokk sollte sie erst sehr viel später persönlich zu Gesicht bekommen, doch sie unterstützte die beiden Flüchtlinge aus der Ferne, indem sie ihnen Gefolgsleute schickte, die sie weit in den Norden führten, wo ein Mann namens Egil einen einsamen Hof besaß.
Dieser Ort wurde zu Amarokks Exil; und er sollte hier bleiben, bis er sein achtzehntes Lebensjahr erreichte. In dieser Zeit lernte er von Skell das Raunen, während Sigrun ihm die Wahrsagerei näher brachte. Er verstand nicht, warum sich diese Frau so eine Mühe mit ihm gab, obwohl er sie nichtmals kannte; und erst auf einem gänzlich anderen Kontinent sollte er erfahren, dass Sigrun Eponasdottir ihn als Thronerben in der Hinterhand halten wollte.
Mit achtzehn Jahren machte er ihr bedauerlicherweise einen Strich durch die Rechnung.


Sammeln im Süden - der Feldzug

Ein Ruf ging durchs Land, und er klingelte mit Silbermünzen. Im Königreich Enwen herrschte - mal wieder - ein Krieg zwischen Thronerben, wie es alle paar Jahrzehnte - oder Jahre - geschah, wann immer ein König verstarb.
Skell war tot. Wer ihn tötete, und wie, dies sollte für Amarokk auf ewig im Dunkeln bleiben. Die Runen verrieten es ihm nicht, und auch sonst niemand. So schwor er zwar Rache auf Unbekannt, unterließ es jedoch, diesen Schwur bindend mit Blut zu unterschreiben, da er keine Lust hatte, sich von den Dämonen der Rechtmäßigkeit auf ewig durch die Welt jagen zu lassen, wenn er den Mörder seines Lehrmeisters nicht rein zufällig fand.
Amarokk zog es in den Süden, wo sich die Grauländer sammelten, um eine Seite der Enwener in ihrem Bürgerkrieg zu unterstützen, denn man hatte ihnen gutes Silber dafür geboten. An der Südspitze der Graulande, am Steinernen Wachfeuer, schloss er sich Kendulf an; außerdem traf er auf Worrikk, der sich inzwischen von Haggadir losgesagt hatte und auf mehr oder minder eigene Rechnung seine Klingen wetzte. Er erkannte seinen einstigen Mündel natürlich nicht, obgleich er am Tode des Jungen schon immer gezweifelt hatte. Doch Amarokk reiste unter dem Decknamen Grimmnir Egilsson, und so brach Worrikk ihm in einem Duell sogar den Arm, nannte ihn einen feuchten Furz und ließ ihn liegen.
Im Frühling war Amarokks Arm wieder gerichtet, und er konnte - unter Schmerzen - sogar rudern. Im Dienst Kendulfs nahm er an seiner ersten Plünderfahrt teil: Sie überfielen ein Händlerschiff, teilten die Mannschaft zwischen der Beute und dem Drachenschiff auf und segelten als Händler getarnt einen Fluss hinauf bis zur Stadt Grafenfurt.



Grüne Wiesen, fette Erde

Grafenfurt fiel. Die Söldnerarmee kesselte sie ein, kurz nachdem Kendulfs Mannschaft sich eingeschmuggelt hatte, und von innen gab sie den Ausschlag, indem sie ein Seitentor öffnete und den Eindringlingen auf diese Weise den Weg ebnete. Doch zuvor, als es noch friedlich war, zeigte Kendulf Amarokk den Grund, warum jeder Grauländer, ja, jeder Mensch auf der Welt sich nach dem Reichtum Enwens sehnte. Er führte ihn einen Kirchturm hinauf; das höchste Gebäude, das Amarokk in seinem ganzen Leben gesehen hatte.
"Und jetzt", sprach Kendulf und deutete auf das Umland, "siehe hin und sage mir,was du siehst."
Amarokk sah. Und die Kinnlade klappte ihm herunter. Auf dem Weg den Fluss hinauf hatte er Auen und Wälder erblickt, und das frische Grün so früh im Jahr war ihm aufgefallen, doch er hatte nicht erwartet, was sich nun vor ihm ausbreitete.
Wiesen und Felder, grün und saftig. Äcker, deren dunkle Erde selbst von weit weg fett und schwer wirkte. Und wieviel Land davon!
"Was glaubst du?", fragte Kendulf, nachdem er seinen Gefolgsmann lang genug hatte glotzen lassen, "Wieviele Kinder verhungern hier, weil sie nicht genug zu essen bekommen?" Er erwartete keine Antwort.

So lernte Amarokk, warum die Grauländer von Enwen träumten.

In den folgenden Jahren zerfaserte der Bürgerkrieg immer mehr, Bündnisse zerfielen und wurden neu geschmiedet, die eine Seite überbot die andere und wurde ein paar Monate später selbst überboten. Amarokk verlor seinen Schwurrherrn, erkämpfte sich selbst den Rang eines Hauptmannes und kam selbst zu Gefolgsleuten. Ganz so, wie er es sich einst erhofft hatte: Er sammelte seine eigene Armee, um den eigenen Bruder in der fernen Heimat anzugreifen.
Schlussendlich scheiterte Amarokk an dieser selbst gestellten Aufgabe; seine stolze Truppe zerfiel in der Niederlage und nur die treuesten Freunde und Kameraden kehrten zu ihm zurück. Er schickte sie aus, seine Leute neu zu sammeln und frische Rekruten anzuwerben, während er selbst sich der gleichen Aufgabe stellen würde.










Schreibprobe (Ein Post aus einem anderen Forum, bezeiten wird man besseres von mir lesen):

Etwas weiter unten, hügelabwärts von Genefe, trottete Amarokk den Hügel hinauf.
Zwischen Dorf und Burg lauerte er auf ihn. Zuerst nahm Amarokk nur den grauen Schatten wahr, der im hohen Gras umherstrich. Dann Augen, groß wie Silberstücke und goldgelb wie flüssiger Bernstein. Er beschleunigte seine Schritte nicht, und er verlangsamte sie auch nicht. Der Grauländer wartete. Er wartete, bis der Wolf von selbst zu ihm aufgeschlossen hatte, Seite an Seite mit ihm der Burg entgegen ging.
"Einen schönen Abend wünsche ich", sprach Amarokk nicht sonderlich erfreut, "Salgard Eponasdottir."
"Einen schönen Abend wünsche ich", entgegnete eine helle Stimme, "Grimmnir Egilsson." Und Salgard erhob sich, ließ das Wolfsfell von ihren Schultern gleiten. "Dieser Name, er weckt Erinnerungen." Sie sah jung aus, jünger als zwanzig Winter, doch Amarokk wußte, dass ihr Geist schon alt war. Viele hunderte Jahre alt, und es hieß, er nehme nach jedem Lebenszyklus einen neuen Körper als Wohnstatt. Dieser Körper war schön, auf eiskalte Weise schön, ihr Haar war schwarz wie Kohle und ihre Augen eisblau wie ein Gletscher.
"Du bist früh", sagte Amarokk, ohne auf das Reden der Wechselhäuterin einzugehen. "Ich habe noch nichts, das ich Tanred übermitteln möchte."
"Er hat jedoch etwas für dich", versetzte Salgard mit Engelszungen. "Der Bär schickt den Schneeleopard, das Mammut zu töten."
Amarokk hielt kurz inne. "Mammut?"
"Olaf Einarsson ist wieder aufgetaucht. Im Westen von hier. Weit weg von diesem Reich, und noch viel weiter weg von zuhause, doch er häuft Reichtümer an. Tanred wünscht es nicht, wenn Verbannte Reichtümer anhäufen und Männer anheuern." Salgard warf Amarokk einen wilden, brennenden Blick zu. "Ein Verbannter ist ein Toter Mann. Ein Toter Mann, der Reichtümer aufhäuft, ist ein Wiedergänger. Und Wiedergänger versenkt man in den Sümpfen und pfählt sie in den Grund."
Amarokk lachte grimmig. "Ach. Und ich soll den Hammer schwingen, der Olaf, diesen Riesenkerl, in den Grund eines Sumpfes stanzt?" Er schritt wieder auf die Burg zu. "Mit wem? Tornik und Snorri, mit Skell und Skinir und Sigg?"
"Wen willst du mehr?", fragte Salgard großzügig und ganz schlicht, als wäre es ein leichtes für sie, Tanred weitere Langschiffe aus dem Kreuz zu leiern. Vielleicht war es das auch.
"Worrikk", sagte Amarokk sofort, "Und Skarphedin. Und Moorteufel. ich will sie und ihre Männer greifbar haben, und dann sehen wir weiter."
"Du bekommst deinen Auerochsen", vesprach Salgard gelassen, "Und den Wechselhäuter und den Sommer-Eiländer auch. Aber sag... diese Königin, sie ist Thyra Sigrunsdottir sehr ähnlich, nicht?"
Amarokk erstarrte. "Hm?"
Salgard kicherte. "Oh, vergiss es. Ich sehe, du bist allein? Viel zu gewagt. Tanred will nicht, dass du hier unbedacht und nutzlos auf einem Spieß verrottest, ehe du nicht dem Mammut die Stoßzähne gestutzt hast." Sie legte sich den Wolfspelz wieder über die Schultern, zog die Kapuze, die einst der Kopf gewesen war, über ihr rabenschwarzes Haar und wirkte ihre Wechselhäuter-Magie. Ihre Stimme wandelte sich zu einem heiseren Knurren. "Ich begleite dich."
Amarokk setzte seinen Weg fort, mit einer grauen Wölfin treu bei Fuß, und er war sich nicht sicher, ob er sich darüber freuen sollte, Tanreds Späherin an seiner Seite zu haben.


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BeitragThema: Re: Amarokk Haggadirsson (Grauländer) (fertig)   Fr Dez 09, 2011 9:33 pm

Weniger Geschreibsel als bei der dämonischen Stadtpflanze! Doch du fügst dich so wunderbar in die Welt ein, die ich mir erdacht habe, als könntest du meine Gedanken lesen! Was du freilich nicht kannst, immerhin bin ich ein Gott! Und du? Du bist angenommen! Aber eben kein Gott, sondern bloß der standartisierte Mann mit der Axt.
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Amarokk Haggadirsson (Grauländer) (fertig)
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